NATO-Angriff: 26 Soldaten sterben

Islamabad - Bei einem Angriff von Nato-Kampfhubschraubern auf einen pakistanischen Militärposten an der Grenze zu Afghanistan sind mindestens 24 pakistanische Soldaten getötet worden.

27 weitere wurden nach pakistanischer Darstellung verletzt. Pakistan sperrte daraufhin die Grenze für Nato-Transporte nach Afghanistan.

Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan Isaf bestätigte den Vorfall am Samstag im Stammesgebiet Mohamad, machte aber keine Angaben zum Ablauf und zu möglichen Opfern. “Wir wissen, dass es einen Vorfall im Grenzgebiet gegeben hat“, sagte Isaf-Sprecher Brian Badura. Der Befehlshaber der Nato-Truppen in Afghanistan, US-General John Allen, versprach eine Untersuchung. “Dieser Vorfall hat meine höchste persönliche Aufmerksamkeit und meine Verpflichtung zu einer genauen Untersuchung, um die Fakten zu klären“, sagte Allen.

Als eine erste Reaktion auf den Angriff stoppten die pakistanischen Behörden Lastwagen Nachschub für die NATO-Truppen in Afghanistan. “Bis jetzt wurden mindestens 50 Lastwagen angehalten“, bestätigte Jamil Khan, ein hoher Beamter in Khyber, einem benachbarten Stammesgebiet.

Der betroffene pakistanische Stützpunkt Salala liegt in einem Gebiet, das die radikal-islamischen Taliban als Rückzugsraum nutzen. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen sollen Extremisten diese Route zur Infiltration nach Afghanistan nutzen.

Masood Kausar, der Gouverneur der Provinz Khyber-Paktunkhwa und Regierungschef der pakistanischen Stammesgebiete, bezeichnete den Vorfall als einen Angriff auf die Souveränität des Landes. “Wir werden solche Angriffe nicht länger tolerieren“, fügte Kausar hinzu.

dpa

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