Nach Regenflut in El Salvador: Zahl der Toten steigt

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Die Fluten haben die Dörfer rund um San Salvador verwüstet.

Mexiko-Stadt/San Salvador - Nach der Regenkatastrophe in El Salvador steigt die Zahl der Toten weiter. Inzwischen wird mit mindestens 152 Opfern gerechnet.

Nach jüngsten Behördenangaben wurden in den Schlammlawinen und den Fluten angeschwollener Flüsse am vergangenen Wochenende mindestens 152 Menschen getötet. 60 weitere würden noch vermisst, teilte die Regierung am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Rund 13 000 Menschen seien in Notunterkünften untergebracht worden. Der starke Regen war mit Ausläufern des Hurrikans “Ida“ und der Kaltfront Nummer 9 gekommen, die bis in den Süden Mexikos große Gebiete überschwemmten.

Bilder der Naturgewalten

Spektakuläre Bilder der Naturgewalten

Lokalen Medienberichten zufolge waren auch am Mittwoch noch einige Ortschaften im Gebiet des Vulkans Chichontepec von der Außenwelt abgeschnitten. Dort hatten die Regenmassen mehrere große Erdrutsche ausgelöst und ganze Dörfer zerstört. In einige von ihnen seien noch keine Hilfslieferungen gelangt, berichtete die Zeitung “El Diario de Hoy“. Es drohe Hunger und Durst.

Auch die SOS-Kinderdörfer in dem mittelamerikanischen Land blieben von der Katastrophe nicht verschont. Wie die Organisation SOS- Kinderdörfer in München am Mittwoch mitteilte, starb ein Junge, dessen Familie von der SOS-Familienhilfe in San Vicente unterstützt wird. In den beiden SOS-Kinderdörfern San Vicente und Santa Ana richteten Schlammlawinen und Überschwemmungen schwere Schäden an.

In den mexikanischen Südstaaten Tabasco und Veracruz, wo ebenfalls weite Gebiete durch den Regen überflutet wurden, baten die örtlichen Regierungen um Hilfe. Mehr als 200 000 Menschen seien mehr oder weniger stark betroffen, teilten die Behörden mit. In Tabasco, dessen Territorium vor zwei Jahren für mehrere Wochen zu zwei Dritteln überflutet gewesen war, sei jetzt ein Schaden von umgerechnet zwei Milliarden Euro entstanden.

dpa

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