Tod nach gepanschtem Alkohol: Prozess geht weiter

Drei Berufsschüler aus Lübeck starben, weil sie auf ihrer Klassenfahrt in der Türkei gepanschten Alkohol tranken.

Istanbul - Ein Jahr nach der tödlichen Schnapsvergiftung von drei Lübecker Schülern in der Türkei sitzen Alkoholhändler und Manager eines Urlauberhotels am Dienstag erneut auf der Anklagebank.

Die Prozessbeteiligten warteten noch auf einen Autopsiebericht aus Deutschland und die amtliche Untersuchung der Schnapsflaschen, sagte Hakan Evcin, Rechtsanwalt der Mitarbeiter des Hotels, am Montag. Er erwarte deshalb eine schnelle Vertagung des Verfahrens, das vor einem Gericht in Antalya geführt wird.

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Elf Männer und zwei Frauen - die Ehefrauen zweier angeklagter Brüder - müssen sich vor dem Gericht wegen Totschlags, versuchten Totschlags und einem Verstoß gegen das Alkohol-Gesetz verantworten. Zum Auftakt des Prozesses Ende Januar hatten sich die Angeklagten gegenseitig die Verantwortung zugewiesen.

Bei einer Klassenfahrt im März vergangenen Jahres hatten die Schüler den hochgiftigen Methylalkohol im Hotel getrunken. Sie dachten, es sei Wodka. Ein 21-Jähriger starb an einer Methanolvergiftung, ein 17- und ein 19-Jähriger fielen ins Koma und starben später in der Uniklinik Lübeck. Das Gericht stellte Strafen von bis zu 25 Jahren für Totschlag und mindestens fünf Jahre für den Verstoß gegen das Alkohol-Gesetz in Aussicht.

dpa

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