Mutter Theresa: Keine Schuld am Tod einer Nonne

Koppenhagen - Äbtissin Mutter Theresa hat keine Schuld am Tod einer dementen Nonne. Eine Ordensschwester hatte in einem Buch angegeben, die Äbtissin hätte die Nonne durch eine harte Strafe getötet.

Die dänische Polizei sieht keine Schuld einer Äbtissin am Tod einer dementen Nonne im Kloster Sostrup in Jütland. Wie die Kriminalpolizei in Århus mitteilte, sind alle Ermittlungen gegen die aus den Niederlanden stammende Klosterchefin Mutter Theresa eingestellt worden. Nach Kopenhagener Medienberichten will der Vatikan dennoch eine eigene Untersuchung einleiten.

Eine frühere Mitschwester hatte in einem Buch angegeben, dass die Äbtissin 1993 eine 75 Jahre alte demente Nonne wegen Lärms bei der Messe ohne ausreichende Kleidung in einen kalten Außenhof gesperrt habe. Die Frau wurde dort tot gefunden. In der Mitteilung der Polizei hieß es, dass die Nonne nach ärztlichem Befund an einer Hirnblutung und damit eines “natürlichen Todes“ gestorben sei.

Der von anderen Ex-Nonnen bestätigte Fall hatte in dänischen Medien auch Aufsehen erregt, weil die Leiterin des Zisterzienserinnen-Klosters “Maria Hjerte“ aus der sehr reichen niederländischen Unternehmerfamilie Brenninkmeijer stammt. Sie ist in Deutschland durch ihre Textilkette C&A bekannt. Mutter Theresa leitet auch ein Zisterzienserinnenkloster in Düsseldorf sowie eines in Peru.

dpa

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