Facebook-Post macht Ermittler erneut aufmerksam

Mörder nach 30 Jahren vor Gericht: Er hatte schon dreimal gestanden, doch keiner nahm ihn ernst

Schon dreimal zuvor hatte er seine Tat gestanden, doch er wurde nicht ernst genommen: 30 Jahre später steht ein Mörder aus dem US-Bundesstaat Michigan nun doch vor Gericht. Ein Facebook-Post rollte den Fall erneut auf.

Washington - Ein mutmaßlicher Mörder aus dem US-Bundesstaat Michigan hat seine Tat Medien zufolge viermal gestehen müssen, ehe ihm die Polizei endlich Glauben schenkte. 30 Jahre nach dem Tod einer Frau in Bangor (Michigan) könnte die Bluttat nun gesühnt werden. Die Ermittler wurden auf einen Facebook-Post aufmerksam, in dem der Täter geschrieben hatte: „Ich bin kein Engel. Wenn ich genervt bin, töte ich.“ Weiter schrieb der Mann den Berichten zufolge: „Ich habe nie jemanden getötet, der es nicht verdient hat.“ Gegen ihn erging nun Haftbefehl eines Richters in South Haven.

Lange zuvor habe der heute 51-Jährige den Mord schon einem Zellengenossen im Gefängnis anvertraut, wo er wegen einer anderen Straftat einsaß. Das gehe aus Gerichtsunterlagen hervor, die der lokale Fernsehsender WOOD TV veröffentlichte. Auch in einem Verhör hatte er der Polizei demnach die Tat gestanden. Zudem schickte er drei Jahre nach dem Mord einen Bekennerbrief mit seinen Fingerabdrücken und Details zu der Tat an die Polizei.

Damaliger Ermittler: Viele glaubten, der Mann wolle sich wichtig machen

Der damalige Ermittler, der im Jahr 1986 mit der Aufklärung des gewaltsamen Todes der Frau betraut war, sagte WOOD TV, die Staatsanwaltschaft habe nicht genug handfeste Beweise sammeln können, um das damalige Geständnis zu stützen. Viele hätten damals geglaubt, der Mann habe sich wichtig machen wollen.

Ein mehrfach vorbestrafter Mann sollte seine Strafe wegen gefährlicher Körperverletzung eigentlich noch bis zum Januar 2019 absitzen. Doch durch eine Justizpanne ist der Frauenschläger auf freiem Fuß.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb / Uli Deck

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