Mindestens 700 Flutopfer in China

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Die Flut in China hat schon mindestens 700 Menschen das Leben gekostet.

Zhouqu/China - Die Zahl der Toten bei der Flut in Asien steigt immer weiter: Allein im Nordwesten China kamen bei Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 702 Menschen ums Leben.

Mehr als 1.000 weitere würden noch vermisst. Die Helfer befreien aber auch immer wieder Eingeschlossene aus scheinbar aussichtsloser Lage. Ein Mann in der chinesischen Provinz Gansu wurden nach Behördenangaben mehr als 50 Stunden, nachdem er verschüttet wurde, aus den Trümmern eines Mehrfamilienhauses geborgen. Am schlimmsten ist die Lage nach wie vor in Pakistan, wo die Überschwemmungen bislang mindestens 1.500 Menschen das Leben kosteten. Auch in Indien sowie in Nordkorea sorgte heftiger Regen für Hochwasser. In Pakistan ist das diesjährige Hochwasser mit 13,8 Millionen Betroffenen bereits eine der schlimmsten Katastrophen der vergangenen Jahre.

Entsprechend harsch war die Kritik am pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari, der am Dienstag nach einer Europareise in sein Land zurückkehrte. Besonders aufgebracht waren seine Kritiker über einen Bericht, er habe einen Abstecher zu einem Château der Familie in Frankreich gemacht, während daheim aus Angst vor den Fluten ganze Städte geräumt wurden. Viele Flutopfer halten die pakistanische Regierung für überfordert. Die Hilfe komme gar nicht oder nur langsam bei ihnen an, beschweren sie sich. “Das Ausmaß der Tragödie ist so gewaltig, dass es schwer ist, sie zu erfassen“, sagte der pakistanische Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani während eines Besuchs in der zentralpakistanischen Stadt Multan.

Opferzahl in Indien steigt auf 165

Im von Indien kontrollierten Teil Kaschmirs haben die Rettungskräfte weitere Leichen geborgen. Damit stieg die Zahl der Hochwassertoten dort auf 165. Rund 200 Menschen würden in der betroffenen Region Ladakh noch vermisst, sagte ein Militärsprecher. Tausende Soldaten waren weiter damit Beschäftigt verschüttete Straßen freizuräumen und Trümmer zu beseitigen. 300 Flüchtlinge hätten in ihre Häuser zurückkehren können, nachdem Verbindungsstraßen geräumt worden seien. In Nordkorea sollen nach Angaben des Roten Kreuzes 10.000 Menschen in der Stadt Sinuiju an der Grenze zu China in Notunterkünften untergebracht worden sein. Zuvor sollen flutartige Überschwemmungen Tausende Häuser zerstört haben. Der Pegelstand des Flusses Amnok sei der höchsten seit 15 Jahren, hieß es.

dapd

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