Portugal: Flugzeugteile fallen vom Himmel

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Die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Hier sind am Montag in einem Vorort Metallteile vom Himmel gefallen.

Lissabon - Ein Passagier-Flugzeug hat über Portugal Teile verloren, die in ein dicht besiedeltes Wohngebiet vor der Hauptstadt Lissabon gestürzt sind.

Mehrere etwa fünf mal fünfzehn Zentimeter große Metallteile seien am Montag im Lissabonner Vorort Almada am südlichen Tejo-Ufer gefunden worden, sagte ein Feuerwehr-Sprecher. Verletzte gebe es nach ersten Erkenntnissen zwar nicht, aber mehrere Fahrzeuge und das Dachfenster einer Wohnung seien getroffen worden.

Medienberichte, nach denen es sich um Teile einer Passagiermaschine der Gesellschaft TAAG Angola Airlines gehandelt habe, konnte ein Sprecher der Flughafenverwaltungsbehörde ANA zunächst nicht bestätigen.

Die Gesellschaft, für die in der Europäischen Union bis März ein Flugverbot galt, teilte unterdessen in Lissabon mit, man werde die eventuellen Konsequenzen eines technischen Defekts an einer Boeing 777 der TAAG “selbstverständlich tragen“. Der Pilot habe am rechten Triebwerk ungewöhnliche Vibrationen gespürt, hieß es.

Die Maschine hatte am Montag kurz nach dem Start den Flug nach Luanda aufgrund technischer Probleme abbrechen und mit den 125 Passagieren nach Lissabon zurückkehren müssen. Auf dem Flughafen habe sie erfolgreich eine Notlandung gemacht, sagte ANA-Sprecher Rui Oliveira der Nachrichtenagentur Lusa. Ob es aber eine Verbindung zu den im Umkreis von mehreren Kilometern gefundenen Teilen gebe, könne man noch nicht sagen. Eine Ermittlung wurde eingeleitet.

Die EU-Kommission hatte erst am 30. März bei einer Aktualisierung der sogenannten Schwarzen Liste von Fluggesellschaften der TAAG erstmals seit 2007 wieder den Flugbetrieb in der gesamten EU “unter bestimmten Auflagen“ gestattet, das heißt unter anderem nur mit bestimmten Flugzeugtypen. Bis dahin hatte die TAAG nur Lissabon anfliegen dürfen.

dpa

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