Merkel erschüttert über Kaczynskis Tod

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert gezeigt über den Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski.

“Ich möchte an dieser Stelle nur sagen, dass ich zutiefst bestürzt bin über den Flugzeugabsturz und den Tod des polnischen Präsidenten“, sagte Merkel am Samstag am Rande eines Besuchs des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. Sie wolle sich im Laufe des Tages im Kanzleramt ausführlich zu der Tragödie äußern.

Kaczynski starb am Samstagmorgen bei einem Flugzeugabsturz in Russland zusammen mit zahlreichen anderen Menschen. Die genaue Zahl der Opfer ist noch unklar. Nach ersten Berichten waren 132 Menschen an Bord. Später hieß es, in der Maschine seien 80 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder gewesen. An Bord waren auch hochrangige polnische Militärs und Politiker sowie Vertreter von Nichtregierungsorganisationen.

Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat nach dem Tod Kaczynskis seinem Amtskollegen Radoslaw Sikorski und dem polnischen Botschafter in Deutschland sein Beileid ausgesprochen. Westerwelle rief beide am Samstag während seines Aufenthalts in Südafrika an. Den für Samstag geplanten Besuch eines Fußballspiels im neuen WM-Stadion in Kapstadt sagte Westerwelle ab. Nach Rücksprache mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entschied sich Westerwelle, die Reise nicht abzubrechen und am Abend wie geplant weiter zur letzten Station der Afrika-Reise nach Dschibuti zu reisen.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat seinem polnischen Amtskollegen Bronislaw Komorowski zum Tod von Präsident Lech Kaczynski “das Entsetzen, die tiefe Trauer und Anteilnahme des Bundestages“ übermittelt. Komorowski übernimmt laut Verfassung die Geschäfte des Staatsoberhaupts in Polen. “Wir trauern mit Ihnen und teilen den Schmerz über den Tod des Staatsoberhauptes, des Vizepräsidenten des Sejm und vieler herausragender Repräsentanten Ihres Landes“, heißt es in dem Kondolenzschreiben.

dpa

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