20 Menschen bei Anschlag in Pakistan getötet

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Wütende Gläubie attackieren nach dem Bombenanschlag in Karachi ein Polizeiauto.

Islamabad - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Prozession zum schiitischen Aschura-Fest sind am Montag in der pakistanischen Hafenstadt Karachi mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.

Wie der Gesundheitsminister der Provinz Sindh, Sagheer Ahmed, dem Sender Geo TV sagte, wurden mindestens 40 weitere Menschen verletzt, als sich der Täter inmitten der Gläubigen in die Luft sprengte.

Nach dem Anschlag lieferten sich wütenden Schiiten Straßenschlachten mit Sicherheitskräften. Autos und Geschäfte gingen in Flammen auf. Die Behörden hatten mehr als 10 000 Polizisten und Soldaten in Karachi zusammengezogen, um die Aschura-Feierlichkeiten zu schützen.

Erst am Sonntag waren bei einem Anschlag auf eine schiitische Prozession im pakistanischen Teil Kaschmirs zehn Menschen getötet worden. Mit dem Aschura-Fest gedenken schiitische Muslime ihres Märtyrers Hussein, eines Enkels des Propheten Mohammed. Etwa 20 Prozent der 170 Millionen Pakistaner sind Schiiten. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist sunnitischen Glaubens.

dpa

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