Meerschweinchen sollen gegen Hunger helfen

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Meerschweinchen sollen in armen Ländern gegen Hunger helfen.

Dakar - Wissenschaftler empfehlen, den Hunger in armen Ländern mit Meerschweinchen zu bekämpfen. Die Bundesregierung unterstützt ein Forschungsprojekt zur Zucht der Nager.

Wissenschaftler wollen den Hunger in Krisenregionen durch die gezielte Aufzucht von Meerschweinchen bekämpfen. Das in Kolumbien ansässige Internationale Zentrum für tropische Landwirtschaft, CIAT, empfahl die Nagetiere in einer am Dienstag veröffentlichten Studie als ideale Lösung für das Bürgerkriegsland Kongo.

In einigen Regionen des zentralafrikanischen Landes hielten Dorfbewohner bereits Meerschweinchen, erklärte das Forschungsinstitut. Die Kleintiere seien bei Angriffen oder Plünderungen leichter in Sicherheit zu bringen als Großvieh. Zudem seien Meerschweinchen für Krankheiten weniger anfällig als Hausschweine, Hühner oder Kaninchen.

Im Rahmen eines von der deutschen Bundesregierung geförderten CIAT-Forschungsprojekts in der kongolesischen Provinz Süd-Kivu würden bereits Zuchtmethoden getestet, schrieben die Wissenschaftler. In Südamerika, wo das CIAT seinen Sitz hat, sind Meerschweinchen traditionell ein fester Bestandteil der Ernährung.
DAPD

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