Sie glauben nicht, wie er jetzt heißt!

Mann verliert beim Pokern seinen Namen

Wellington - Ein Neuseeländer hat betrunken bei einem Kartenspiel seinen Namen verwettet und dann ändern lassen. In seinem Pass steht jetzt ein 99 Zeichen langes absurdes Wortgebilde.

Vor fünf Jahren hatte die stark alkoholisierte Pokerrunde des heute 22-Jährigen aus der Stadt Dunedin beschlossen, anstatt um Geld um etwas Interessanteres zu spielen: Der Verlierer sollte einen neuen Namen annehmen müssen. Keinen Spitznamen wohlgemerkt, sondern einen, der im Personalausweis sowie in allen anderen offiziellen Dokumenten stehen würde. Man einigte sich auf - aufgepasst: „Full Metal Havok More Sexy N Intelligent Than Spock And All The Superheroes Combined With Frostnova".

Übersetzen kann man das Namens-Monster kaum, es ergibt nämlich keinen Sinn. Havok und Frostnova sind Begriffe aus der Welt der Computerspiele: Ersteres ist eine Software, letzteres eine Waffe aus Eis, die in "World of Warcraft" Verwendung findet. Der Mittelteil bedeutet: "Sexier und intelligenter als Spock [der Vulkanier aus Raumschiff Enterprise, Anm. d. Red.] und alle Superhelden zusammen".

Schock auf dem Passamt

Wie die Nachrichtenagentur APNZ am Montag berichtet, sei dem Mann erst kürzlich bewusst geworden, dass er jetzt tatsächlich offiziell so heißt, als er einen neuen Personalausweis habe beantragen müssen. Ein Sprecher des Meldeamts im Innenministerium gab an, die Namensänderung sei im März 2010 registriert worden und habe den Gesetzesanforderungen entsprochen. Ämter können in Neuseeland ausgefallene Namen nur ablehnen, wenn sie länger als 100 Zeichen lang sind, jemand beleidigen oder nach einem offiziellen Titel klingen. Mit 99 Zeichen verfehlt "Frostys" Name zu dessen Leidwesen diese Vorgabe haarscharf.

Jetzt muss der Pechvogel laut dem "New Zealand Herald" umgerechnet etwa 77 Euro zahlen, wenn er sich nicht jedesmal, wenn er eine Pizza bestellt, mit „Full Metal Havok More Sexy N Intelligent Than Spock And All The Superheroes Combined With Frostnova" melden will. Ob er sich nach der Geschichte neue Pokerfreunde sucht, ist nicht bekannt.

Auch Hula-Tanzen in Hawaii kann ein Name sein

Nicht zum ersten Mal fallen Neuseeländer mit bizarren Namensgebungen auf: So ging 2008 ein Gericht dagegen vor, dass ein neunjähriges Mädchen den Namen „Talula does the Hula from Hawaii“ weiter tragen musste. Den Eltern wurde das Sorgerecht entzogen, bis sie das Kind umbenannt hätten.

hn/dpa

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