Ehefrau musste Wohnung in Manhattan verlassen

Madoffs Luxus-Penthouse beschlagnahmt

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Das Penthouse von Bernard Madoff in NewYork wurde beschlagnahmt.

New York - Die US-Behörden haben das Luxus-Penthouse des zu 150 Jahren Haft verurteilten Milliardenbetrügers Bernard Madoff in New York beschlagnahmt.

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Madoff zu 150 Jahren Haft verurteilt

Madoffs Frau musste die sieben Millionen Dollar teure Wohnung in Manhattan am Donnerstag räumen und ihr persönliches Eigentum zurücklassen. “Die Entschädigung der Opfer ist die oberste Priorität der Regierung“, sagte Gerichtsvollzieher Joseph Guccione. Ruth Madoff habe zunächst mit den Vollzugsbeamten gestritten und gebeten, in der Wohnung bleiben zu können, sagte ein Gewährsmann der Nachrichtenagentur AP. Dann habe die 67-Jährige gefragt, ob sie einen Pelzmantel mitnehmen dürfe, was ihr jedoch verweigert worden sei.

Ruth Madoff musste ihr persönliches Eigentum zurücklassen.

Ruth Madoffs Anwalt kritisierte diese Angaben als Schmutzkampagne. Ruth Madoff habe sich vollständig an ihre Vereinbarung mit dem Gericht gehalten und die Wohnung rechtzeitig verlassen. Sie selbst habe auf ihre Pelze verzichtet. “Diese anonymen Angriffe müssen aufhören“, sagte der Anwalt. Ruth Madoff hatte mit den Behörden ausgehandelt, dass sie 2,5 Millionen Dollar behalten kann, die nicht mit dem Betrug ihres Mannes in Zusammenhag stünden. Ursprünglich hatte sie ein Vermögen von 62 Millionen Dollar und das Penthouse als ihr Eigentum beansprucht.

Ermittlungen gegen weitere Verdächtige

Der 71-jährige Madoff war am Montag von einem Bezirksgericht in New York verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der einst hoch geachtete Financier mit einem betrügerischen Schneeballsystem etwa 4.800 Kunden um mindestens 13,2 Milliarden Dollar geprellt hat. Madoff hatte betont, er habe ohne Kenntnis seiner Familie gehandelt. Die Behörden ermitteln im Zusammenhang mit dem wahrscheinlich größten Betrugsfall in der US-Finanzgeschichte allerdings noch gegen zehn weitere Verdächtige.

ap

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