Leichenfund in Ohio schockiert Richter

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Rummel vor dem Haus eines verurteilten Vergewaltigers in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio): Es wurde als Massengrab benutzt.

Washington - Die Entdeckung von elf Leichen im Horrorhaus eines verurteilten Vergewaltigers hat der zuständige US-Richter in Ohio als das “Grauenvollste und Schlimmste“ in seiner juristischen Laufbahn bezeichnet.

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Das berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurden vermutlich alle Opfer erwürgt. Das Haus in Cleveland ist mindestens elf Menschen zum Grab geworden. Ein Schädel, der in einem Eimer im Keller des 50-Jährigen entdeckt worden war, gehört nach Angaben der Ermittler vom Mittwoch (Ortszeit) zu einem der Opfer.

Die Suche nach weiteren Leichen dauere an, hieß es. Die Toten waren inner- und außerhalb des Hauses gefunden worden.

Das Horror-Haus des Vergewaltigers

Das Horror-Haus des Vergewaltigers

Inzwischen wurde der Mann wegen fünffachen Mordes angeklagt - weitere Anklagen werden vermutlich folgen. Eine Kaution wurde verweigert.

Am Mittwoch wurde eine erste Leiche anhand einer DNA-Untersuchung identifiziert. Nach Berichten der US-Sender handelt es sich um eine seit einem Jahr vermisste 52-Jährige, die ganz in der Nähe des mutmaßlichen Massenmörders gewohnt hat.

Nachbarn fragen sich inzwischen, wie sie die grauenvollen Geschehnisse übersehen konnten. Eine Zeit habe es faulig gerochen, manchen sei schlecht geworden, berichtete CNN. Viele Anwohner hätten allerdings vermutet, dass die Gerüche von einer nahe gelegen Wurstfabrik stammten.

Anthony Sowell wurde wegen fünffachen Mordes angeklagt.

Die Polizei hatte die ersten sechs Frauenleichen entdeckt, als sie den 50-Jährigen am Donnerstag vergangener Woche wegen des Verdachts einer erneuten sexuellen Gewalttat festnehmen wollte. Zwei Tote lagen im Wohnzimmer, eine im Keller, dazu der Schädel im Eimer. Die Beamten fanden zwei weitere Opfer in einem Keller-Hohlraum, die sechste Leiche war im Garten vergraben. Dort wurden am Dienstag auch vier weitere mutmaßliche Opfer entdeckt. Ob es sich ebenfalls um tote Frauen handelt, war zunächst unklar. Die ersten sechs Leichen waren der Polizei zufolge stark verwest: Die Frauen könnten seit Wochen, Monaten oder auch Jahren tot sein, hieß es.

Der mutmaßliche Täter war zunächst geflüchtet, dann am vergangenen Samstag aber von der Polizei gefasst worden. Der Mann war erst 2005 nach Verbüßung einer 15-jährigen Gefängnisstrafe wegen Vergewaltigung freigekommen.

dpa

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