Krankenhauspatienten immer früher entlassen

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Früher wieder nach Hause: Laut Krankenhausstatisktik entlassen die Klliniken in Deutschland die Patienten im Schnitt zwei Tage früher als in der Vergangenheit.

Wiesbaden - Deutschlands Krankenhäuser entlassen ihre Patienten immer früher. 2008 dauerte die Behandlung in Kliniken im Schnitt nur 8,1 Tage und damit knapp zwei Tage weniger als noch im Jahr 2000.

Das berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden.

Der Aufenthalt verkürzt sich seit Jahren kontinuierlich. Die Zahl der vollstationär aufgenommenen Kranken hielt sich mit 17,4 Millionen aber auf dem Niveau der vergangenen Jahre, auch wenn die Kliniken 2008 etwa 200 000 Patienten mehr zählten als noch im Vorjahr - ein Zuwachs von rund 1,2 Prozent.

Bundesweit gab es im vergangenen Jahr 2067 Krankenhäuser, das sind 20 weniger als noch vor zwei Jahren. 17 Kliniken in öffentlicher Trägerschaft schlossen. Die verbleibenden 660 Häuser öffentlicher Träger stellen aber noch knapp die Hälfte der insgesamt 500 000 Krankenbetten. Doch schon jedes sechste Bett stand in einer privat geführten Klinik.

Etwa ein Drittel entfiel auf freigemeinnützige Träger, darunter etwa Kirchen oder Verbände. Die Bettenauslastung lag im vergangenen Jahr bei 77,4 Prozent, was annähernd dem Vorjahresniveau entspricht (77,2 Prozent). 804 000 Vollzeitkräfte arbeiteten 2008 in den Krankenhäusern. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12 000 Stellen und der höchste Wert seit 2004. Gut jeder Sechste davon war als Mediziner beschäftigt, für die Pflege gab es 298 000 Vollzeitstellen.

Bei der Krankenhausstatistik werden die 1227 deutschen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen nicht berücksichtigt. Dort betrug die Behandlungszeit der über Nacht bleibenden Patienten 2008 im Schnitt 25,3 Tage.

169 000 Betten standen zur Verfügung und waren zu 81,1 Prozent ausgelastet. Zwei Millionen Menschen wurden behandelt. In diesem Bereich arbeiteten 2008 gut 110 000 Vollzeitbeschäftigte.

dpa

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