Kometenjäger "Rosetta" rast an Erde vorbei

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Die Computeranimation zeigt den ESA-Satelliten „Rosetta“ bei seiner Annährung an die Erde.

Darmstadt - Um exakt 8.45 Uhr und 40 Sekunden (MESZ) am Freitagmorgen ist der europäische Kometenjäger “Rosetta“ zum letzten Mal an der Erde vorbeigerast.

Die Raumsonde holte sich beim dritten Manöver dieser Art den nötigen Schwung für ihren Flug zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, den sie 2014 erreichen soll. Am nächsten kam “Rosetta“ der Erde etwas südlich der indonesischen Insel Java mit 2481 Kilometern, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA in Darmstadt mitteilte. Mit dem sogenannten Swingby beschleunigte die Sonde auf 48 000 Kilometer pro Stunde.

Das Manöver sei erfolgreich und ohne Probleme verlaufen, sagte ein Sprecher des Europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC. Von der kanarischen Insel Teneriffa aus wurde “Rosetta“ dabei auch von einem grünen Laserstrahl beleuchtet. Damit habe die ESA die Instrumente an Bord des Satelliten getestet. Bereits im März 2005 und November 2007 nutzte “Rosetta“ die Anziehungskraft der Erde, um die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Wenn “Rosetta“ nach Plan am 10. November 2014 ihr Ziel erreicht, soll zum ersten Mal ein Landegerät, “Philae“, auf einem Kometen ausgesetzt. Rund zwei Drittel ihrer insgesamt 7,1 Milliarden Kilometer langen Reise hat die drei Tonnen schwere Sonde nun hinter sich. Den nächsten Termin hat der Kometenjäger während der eine Milliarde Euro teuren Mission im Sommer 2010, wenn er am Asteroiden Lutetia vorbeirast.

dpa

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