Kohlefrachter-Kapitän gegen Kaution frei

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Taucher untersuchen das Great Barrier Reef auf Schäden durch den Kohlefrachter.

Sydney - Der Kapitän des Kohlefrachters, der auf das Great Baarier Reef aufgelaufen ist und großen Schaden angerichtet hat, ist wieder frei. Die größere Schuld trifft wohl seinen Steuermann.

Der Kapitän und der Steuermann des Kohlefrachters, der auf das Great Barrier Reef vor Australien aufgelaufen war, sind am Donnerstag vor Gericht erschienen. Die beiden Chinesen wurden formell wegen Beschädigung des Riffs angeklagt. Der Richter in Gladstone ließ sie gegen Kaution frei. Der Steuermann, dem die größere Schuld angelastet wird, musste seinen Pass abgeben und muss an Bord der “Shen Neng 1“ bleiben.

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Das 230 Meter lange Schiff liegt unweit der Unglücksstelle vor Anker. Es war am Montagabend nach neun Tagen von dem größten Korallenriff der Welt gezogen worden. Taucher hatten dort anschließend schwere Schäden festgestellt, weil das Schiff durch Gezeiten und Wellen drei Kilometer über das Riff geschrammt war. In der Schneise wurden die Korallen und alle anderen Meereslebewesen vernichtet. Es könnte 20 Jahre dauern, bis sich das Riff erholt hat, schätz

ten Experten. Der Kohlefrachter war am Ostersamstag vor der Ostküste auf der Höhe von Rockhampton abseits der erlaubten Schifffahrtsstraße auf das Great Barrier Reef gelaufen. Ermittler gingen zunächst Gerüchten nach, die Besatzung habe eine Abkürzung nehmen wollen. Inzwischen prüfen sie, ob der Steuermann auf der Brücke eingeschlafen war.

dpa

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