Justiz hält an Auslieferung von Hacker McKinnon fest

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Gary McKinnon ist mit seinem Versuch, gegen seine Auslieferung in Berufung zu gehen, gescheitert.

London - Der britische Hacker Gary McKinnon ist mit dem letzten Versuch gescheitert, seine Auslieferung an die USA zu verhindern.

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Lordrichter Stanley Burnton versagte dem 43-Jährigen am Freitag die Möglichkeit einer Berufung beim neuen Obersten Gerichtshof. McKinnon wird beschuldigt, kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in Dutzende Computer des Pentagons, der US-Streitkräfte und der NASA eingedrungen zu sein. Als Motiv gab McKinnon an, er habe nach Hinweisen auf außerirdisches Leben gesucht. Die Ankläger halten ihm aber vor, dass er auf einem Computer der Streitkräfte eine Botschaft mit Kritik an der US-Außenpolitik platziert habe.

McKinnons Anwältin Karen Todner sagte, sie gebe nicht auf und werde alles tun, um eine Auslieferung zu verhindern. Sie macht geltend, dass ihr Mandant autistisch sei und die Belastungen einer Strafverfolgung in den USA nicht verkrafte. McKinnons Mutter Janis Sharp kritisierte, die britische Regierung wolle ihren Sonn als “Opferlamm“ ausliefern, um die besonderen politischen Beziehungen zu den USA zu schützen.

dpa

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