Jemen: Deutsche weiter vermisst - Saudis frei

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Vor der Bibelschule in Lemgo-Brake steht zum Gedenken an die beiden getöteten Studentinnen Anita G. und Rita ein Glaskasten mit ihren Bildern.

Sanaa - Während im Jemen weiter nach der entführten deutschen Familie gesucht wird, haben Kidnapper in dem arabischen Land zwei Geiseln aus Saudi-Arabien freigelassen.

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Das Innenministerium in Sanaa meldete in der Nacht zum Freitag, die beiden Männer seien am vergangenen Sonntag in der nördlichen Provinz Amran von Anhängern des schiitischen Rebellenführers Abdulmalik al-Houthi verschleppt und am Donnerstag wieder freigelassen worden. Zwei Stammesscheichs hätten die Freigelassenen begleitet.

Deutsche Entführungsopfer

Deutsche als Entführungsopfer

Die Houthi-Bewegung wirft Saudi-Arabien vor, es unterstütze die jemenitische Regierung und die mit ihr verbündeten Stämme finanziell im Kampf gegen die schiitischen Rebellen. Die Houthi-Anhänger behaupten inzwischen, die Regierung benutze die Entführung der neun Ausländer aus Deutschland , Südkorea und Großbritannien, um eine neue Militäroffensive gegen die Rebellen in der Provinz Saada zu rechtfertigen. Am Donnerstag hätten die Regierungstruppen in mehreren Ortschaften angegriffen, die von den Houthi-Anhängern kontrolliert würden.

Unbekannte hatten am Freitag vergangener Woche in Saada eine fünfköpfige Familie aus Sachsen , zwei deutsche Pflegehelferinnen, eine südkoreanische Lehrerin und einen britischen Ingenieur entführt. Die Ausländer hatten alle im Dschumhuri-Krankenhaus in Saada gearbeitet. Die beiden Helferinnen und die Südkoreanerin wurden von den Geiselnehmern getötet. Von den restlichen Geiseln fehlt bislang jede Spur.

dpa

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