Schwimmende Bomben an Israels Stränden

Polizisten patroullieren an einem Strand von Aschekelon, nach dem in der Nähe am Montag zwei Bomben angeschwemmt wurden.

Tel Aviv - Palästinensische Extremisten nutzen offenbar eine neue Waffe. Drei schwimmende Bomben wurden seit Montag vor Israels Stränden entdeckt.

In Israel ist eine dritte schwimmende Bombe an einem Badestrand rund zehn Kilometer südlich von Tel Aviv angeschwemmt worden. Die Bombe sei kontrolliert gesprengt worden, teilte ein Armeesprecher am Mittwoch mit.

Das gesamte Gebiet um den Palmachim-Badestrand sei gesperrt worden. Zwei schwimmende Bomben mit 15 bis 20 Kilogramm TNT-Sprengstoff waren bereits am Montag an Strände bei Aschkelon und Aschdod angeschwemmt worden. Beide Städte liegen nördlich des Gazastreifens.

An einem Strand von Aschkelon sucht die Polizei nach eventuellem weiteren Sprengstoff

Israels Sicherheitskräfte gehen inzwischen davon aus, dass militante Palästinenser die Sprengsätze von Booten aus ins Wasser geworfen haben. Zu den beiden ersten Bomben hab sich nach Informationen des österreichischen Rundfunks drei palästinensische Extremistengruppen bekannt. Der Sender nennt die  Organisation Islamischer Dschihad, das Volkswiderstandskomitee und die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden. Die schwimmenden Bomben sollten mit Hilfe von Mobiltelefonen gezündet werden, berichtete die Tageszeitung “Haaretz“ unter Berufung auf Sicherheitskreise. Ziel seien wahrscheinlich israelische Militärschiffe gewesen, die in dem Gebiet patrouillierten.

Zwei weitere schwimmende Bomben waren nach Armeeangaben bereits am Freitag knapp zwei Kilometer vor der Küste explodiert. Dabei sei niemand zu Schaden gekommen.

dpa/kkr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare