Isländer machen mit Vulkanasche richtig Asche

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Islands Eyjafjalla-Vulkan spuckt weiter Asche. Findige Geschäftsleute wollen die Asche nun im Internet verkaufen.

Reykjavik/Oslo - Im von der Vulkanasche geplagten Island laufen die Aufräumarbeiten. Um dem Land dabei finanziell unter die Arme zu greifen, haben findige Geschäftsleute eine kuriose Idee.

Erst ein Flughindernis für ganz Europa, jetzt über das Internet zu kaufen: Geschäftstüchtige, aber auch hilfsbereite Isländer bieten Vulkanasche aus dem schier unaussprechlichen Eyjafjallajökull gläschenweise an. Wie Sofus Gustavsson am Dienstag in der Zeitung "Dagbladet" (Oslo) berichtete, sind bei ihm Bestellungen unter anderem aus Deutschland, anderen europäischen Ländern sowie den USA und Australien eingegangen.

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Die Idee sei ihm bei der Anfrage eines Bekannten aus dem Ausland gekommen, ob er ihm nicht ein bisschen von der Asche per Post schicken könne, berichtete der Isländer. Dabei war die Vulkanasche ja im April eine Woche lang portofrei aber unerwünscht als Wolke zum europäischen Kontinent gelangt. Dort hatte sie den Flugverkehr fast eine Woche lang in weiten Teilen lahmgelegt.

Über die Internetseite (www.namni.is) können Interessenten je 160 Gramm Vulkanasche zum stolzen Preis von 108 Dollar (82 Euro) erwerben.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Asche-Wolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Erlös wird an die gemeinnützige Organisation ICESAR weitergeleitet, die Aufräumarbeiten bei den vom Vulkanausbruch im südlichen Island betroffenen Anwohnern organisiert. Dort musste in den letzten Wochen vor allem Vulkanasche weggeräumt werden.

dpa

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