Irak: Opferzahl steigt nach Bombenanschlag

Bagdad/Bakuba - Nach der Explosion einer Autobombe nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die Zahl der Toten am Samstag auf mindestens 30 gestiegen.

Der Sprengsatz war tags zuvor in der Stadt Khales auf einem belebten Markt in der Nähe einer Polizeistation detoniert. Nach Angaben von Ärzten starben inzwischen mindestens drei weitere Opfer an den Folgen ihrer Verletzungen. Mindestens 80 Menschen seien bei dem Anschlag etwa 60 Kilometer außerhalb Bagdads in der Provinz Diyala verletzt worden, hieß es nach Krankenhaus-Angaben. Die Explosion richtete außerdem großen Sachschaden an.

Ebenfalls am Freitag waren durch eine zweite Autobombe auf dem Parkplatz einer schiitischen Moschee südlich von Bagdad ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden. In den Nord-Provinzen Ninive und Salaheddin töteten Extremisten einen Soldaten und einen Zivilisten. Die Stadt Khales war erst im März Schauplatz eines verheerenden Sprengstoffanschlags, bei dem mehr als 50 Menschen starben.

Unabhängig von diesen Attentaten sind am Samstag bei Razzien gegen Al-Kaida-Terroristen zwei Terrorverdächtige festgenommen worden. Einem der beiden Festgenommenen wird vorgeworfen, Zivilisten und Sicherheitskräfte angegriffen zu haben. Außerdem soll er zu den Unterstützern von Al-Kaida in der Region zählen. Ein weiterer Verdächtiger wurde festgenommen, nachdem irakische und US-Truppen mehrere Gebäude in einem Viertel östlich der Stadt Tikrit durchkämmt hatten.

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