Great Barrier Reef: Australien greift hart durch 

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Australien ist es ernst mit dem Schutz des Great Barrier Reefs.

Sydney - Australien greift im Schutz des Great Barrier Reefs hart durch. Nach dem Einfahren in die Schutzzone des Korallenriffs, müssen Offiziere eines Schiffes eine hohe Geldstrafe zahlen.

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Die australischen Behörden machten damit am Freitag deutlich, dass es ihnen ernst ist mit dem Schutz des größten Korallenriffs der Welt. Die unter der Flagge Panamas fahrende “Mimosa“ war Anfang April in das Schutzgebiet eingefahren - nur einen Tag, nachdem der chinesische Kohlefrachter “Shen Neng 1“ im Great Barrier Reef auf Grund gelaufen war.

48.000 Euro Strafe

Der südkoreanische Kapitän der “Mimosa“ und zwei vietnamesische Offiziere wurden deshalb zu einer Geldstrafe von jeweils 70.000 australischen Dollar (48.000 Euro) verurteilt. Die “Shen Neng 1“ hat eine rund drei Kilometer lange und bis zu 250 Meter breite Spur der Verwüstung im Riff hinterlassen. Ein Teil der Korallen sei völlig pulverisiert worden, berichteten australische Wissenschaftler. Die Natur werde wohl bis zu 20 Jahre brauchen, um sich vollständig zu erholen.

Der Kapitän und der Erste Offizier des chinesischen Schiffes wurden inzwischen festgenommen. Dem zum Zeitpunkt des Unglücks wachhabende Erste Offizier drohen eine Geldstrafe bis zu 220.000 australischen Dollar (151.000 Euro) und drei Jahre Haft. Australische Behörden hatten nach der Havarie der “Shen Neng 1“ angekündigt, dass die Strafen für Verstöße gegen die Gesetze zum Schutz des Korallenriffs verschärft werden sollen.

dapd

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