Bruder: Benedikt wird kein "völliger Pensionist"

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Papst-Bruder Georg Ratzinger

Regensburg - Papst-Bruder Georg Ratzinger schließt einen Deutschland-Besuch von Benedikt XVI. nach dessen Rücktritt aus. Er ist sich außerdem sicher, dass dieser weiterhin viel arbeiten wird.

„Eine Dienstreise kommt sowieso nicht mehr infrage, und auch einen privaten Besuch halte ich für höchst unwahrscheinlich“, sagte der 89-Jährige am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Pressestimmen zum angekündigten Papst-Rücktritt

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Er rechne auch nicht mehr mit einer Visite Benedikts in seinem Regensburger Haus, ergänzte der langjährige Domkapellmeister.

Sein Bruder werde kein "völliger Pensionist" werden, sagte Georg Ratzinger. „Bloß warten, bis der Tag vergeht, das wird er sicher nicht tun.“

Diese Männer könnten Papst werden

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Unterdessen scheinen die Pläne für den Umzug Joseph Ratzingers in sein neues Domizil in einem Kloster im Vatikan weiter gediehen zu sein als bisher angenommen. „Die Wohnung wird schon eingerichtet“, sagte sein Bruder. Das Haus wird nun zur päpstlichen „Pensionisten-Wohnung“ umgebaut, wie es der Papst-Bruder nannte.

Offensichtlich will der einstige Theologieprofessor Joseph Ratzinger dort wieder wissenschaftlich arbeiten. „Es wird eine kleine Schreibstube eingerichtet“, sagte der 89-Jährige. Er verriet, dass die vier Schwestern der katholischen Laienvereinigung „Memores Domini“, die schon bisher den Haushalt Benedikts im Apostolischen Palast betreuten, mit umzögen. Nur auf seine Kammerdiener müsse Benedikt künftig verzichten.

Weiter sagte Georg Ratzinger der dpa zum neuen Leben seines Bruders: „Ich hoffe, dass wir künftig mehr Zeit füreinander haben.“ Bisher habe er in Rom den Papst immer nur morgens, mittags und abends gesehen. Auch im neuen Haus wird wie im Apostolischen Palast wieder Platz für den älteren Bruder sein. Georg Ratzinger: „Ich bekomme sicher ein eigenes Zimmer.“

dpa

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