Folgenschwerer Fehler

Frau gibt versehentlich über 6000 Euro Trinkgeld – dann taucht der Wirt unter

Diesen Fehler wird eine 37-Jährige noch lange bereuen: Sie gab im Restaurant aus Versehen über 6000 Euro Trinkgeld. Der Wirt zeigte sich zunächst kooperativ - doch dann tauchte er unter.

Dietikon - Die Russin Olesja Schemjakowa genehmigte sich laut blick.ch Mitte Februar mit ihrem Sohn in einem Take-Away im Schweizer Ort Dietikon Kaffee und Kuchen. Rund 19 Euro sollte sie dafür bezahlen. Doch es wurde teurer für sie, viel teurer: Aus Versehen gab die 37-Jährige über 6400 Euro Trinkgeld. Seitdem Tag versucht sie, das Geld zurückzubekommen - bisher vergeblich.

Über 6000 Euro zu viel bezahlen - wie kann so etwas passieren? Ganz leicht eigentlich: Die 37-Jährige hatte den Pin-Code ihrer Kreditkarte zu früh eingetippt und dies dadurch als Trinkgeld ausgewiesen. Durch diesen kleinen Fehler überwies sie dem Restaurant 7686 Franken - umgerechnet rund 6400 Euro.

Erst mal bemerkte die Frau gar nicht, dass sie dem Wirt das wohl höchste Trinkgeld seines Lebens beschert hatte. Erst, als ihre Kreditkartenrechnung per Post kam, fiel sie aus allen Wolken. Sofort wollte sie ihren Fehler rückgängig machen und sich ihr Geld zurückholen.

Keiner kann der Frau helfen

Der Fall ist jedoch kompliziert: Weil es sich nicht um Betrug handelt, sondern die in Frankreich lebende Russin selbst den Betrag eingegeben hatte, konnte die Kreditkartenfirma nicht weiterhelfen. Auch die Polizei wurde nicht tätig, schließlich liegt keine Straftat vor.

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Und der Wirt? Als die 37-Jährige Kontakt zu ihm aufnahm und verdeutlichte, dass die das viel zu hohe Trinkgeld nur aus Versehen bezahlt hatte, reagierte er verständnisvoll. Zunächst. Denn nachdem er versprochen hatte, das Geld zurück zu überweisen, tauchte der Restaurantbetreiber unter. Er ging nicht mehr ans Telefon, reagierte nicht auf E-Mails. Ob Olesja Schemjakowa von ihm noch etwas erwarten kann, ist fraglich. Denn das Take-Away-Restaurant ist mittlerweile bankrott und hat seit rund zwei Monaten geschlossen. 

Russin wäre dringend auf Geld angewiesen

Besonders bitter ist der verhängnisvolle Fehler für die 37-Jährige, weil sie mittlerweile arbeitslos ist.  „Mit diesem Trinkgeld könnte ich in Frankreich mehrere Monate leben“, wird sie von blick.ch zitiert.

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Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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