Franzosen in Somalia entführt

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Aus diesem Hotel in Mogadischu wurden die beiden Franzosen entführt.

Nairobi - In Somalia sind französische Berater aus ihrem Hotel entführt worden. Bisher gibt es noch keine Spur von ihnen, aber auch keine Forderungen.

In der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Dienstag zwei Franzosen aus einem Hotel entführt worden. Nach Angaben des Außenministeriums in Paris waren die Männer Sicherheitsberater mit dem offiziellen Auftrag, die somalische Übergangsregierung von Präsident Scheich Scharif Scheich Ahmed in Sicherheitsfragen zu unterstützen.

Ein somalischer Regierungsbeamter sagte, die Männer hätten Soldaten ausbilden sollen. Etwa zehn Bewaffnete seien in zwei Autos mit Maschinengewehren vor dem Sahafi-Hotel vorgefahren und hätten die Wachleute überwältigt, erklärte Abdi Mohamed Ahmed, der Inhaber eines Teehauses gegenüber dem Hotel.

Hotelmanager Mohamed Hassan Gafaa sagte, die Männer seien von Tür zu Tür gegangen, bis sie die beiden Ausländer gefunden hätten. Seinen Angaben zufolge hatten sich die Franzosen als Journalisten in dem Hotel registriert. “Die Bewaffneten rasten mit ihren Geiseln davon“, sagte Gafaa der Nachrichtenagentur AP.

Nach Polizeiangaben wurde eines der Fahrzeuge der Entführer mehrere Stunden nach der Tat aufgefunden. Über eine Lösegeldforderung war zunächst nichts bekannt. Mogadischu zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt, Ausländer halten sich dort nur selten auf. In Somalia gibt es seit 18 Jahren keine funktionierende Regierung mehr.

AP

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