Unglücksflieger: Deutsche Passagiere unverletzt

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Die Maschine vom TYP ATR-72 ist in ein Gebäude der Feuerwehr gerutscht.

Ko Samui - Bei einem schweren Unwetter auf der thailändischen Ferieninsel Ko Samui ist ein Passagierflugzeug bei der Landung verunglückt. Ein Mensch starb. Vier Deutsche an Bord blieben unverletzt.

Der Pilot kam ums Leben; sieben weitere Insassen, darunter der Copilot, wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie die Behörden mitteilten. Unter den Passagieren seien auch ausländische Touristen, darunter Deutsche. Wie das Auswärtige Amt in Berlin am Nachmittag mitteilte, waren insgesamt vier Deutsche an Bord. Sie blieben alle unverletzt.

Flugzeugunglück auf Ko Samui

Flugzeug verunglückt auf Ferieninsel

Nach Angaben der Fluggesellschaft erlitten insgesamt vier Reisende aus der Schweiz, Großbritannien und Italien Beinbrüche; zwei weitere Briten verletzten sich am Bein. Andere Passagiere erlitten einen Schock oder trugen Beulen davon. “Sie ruhen sich jetzt im Hotel aus, bevor sie nach Bangkok zurückgebracht werden“, sagte eine Sprecherin der Flugsicherheit.

Das dänische Außenministerium teilte mit, dass auch zwei Dänen an Bord waren. Rettungsmannschaften mussten den eingeklemmten Co-Piloten aus dem Cockpit der Maschine befreien. Er konnte erst nach Stunden aus dem Wrack geborgen werden.

An Bord der zweimotorigen Propellermaschine ATR72 waren 68 Passagiere, zwei Piloten und zwei Flugbegleiter.

Die Maschine der Fluggesellschaft Bangkok Airways sei im Anflug bei heftigem Regen und starken Winden außer Kontrolle geraten, von der Rollbahn abgekommen und in einen stillgelegten Kontrollturm gerutscht. Meldungen über zehn Tote konnten zunächst nicht bestätigt werden. Die zweimotorige Propellermaschine des Typs ATR 72 war auf dem Weg von Krabi im Westen des Landes nach Ko Samui. Der Flug dauert nur ungefähr 30 Minuten.

Die schlimmsten Flugzeugabstürze

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Die ATR 72 war frontal in den als Garage für Feuerwehrwagen genutzten Kontrollturm geprallt. Warum die Maschine gegen den Kontrollturm fuhr, war zunächst nicht bekannt.

Gestartet war die Maschine in Krabi, einem anderen beliebten Urlaubsort in Südthailand. Der Flughafen von Ko Samui wurde nach dem Unfall geschlossen. Mindestens zwei Flüge der Thai Airways wurden abgesagt. Ko Samui (Ko bedeutet in der Thai-Sprache Insel) liegt 480 Kilometer südlich von Bangkok und ist vor allem bei ausländischen Touristen beliebt. Die französisch-italienische Turboprop-Maschine ATR72 war in den vergangenen Jahren in mehrere Unfälle verwickelt.

Informationssperre bis Pressekonferenz

Die 1968 als Sahakol Air gegründete private Fluggesellschaft Bangkok Airways verhängte bis zu einer Pressekonferenz am Nachmittag eine Informationssperre. Der Samui Airport gehört der Fluggesellschaft und wird auch von ihr betrieben. Dort ereignete sich auch der bisher einzige Unfall der Bangkok Airways. Im November 1990 war eine zweimotorige Maschine bei heftigem Regen gelandet und dabei verunglückt. Damals starben alle 38 Menschen an Bord.

dpa

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