Flugsicherheit: Behörde kontrolliert in Drittländern

Hamburg - Voraussichtlich von 2011 an wird die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA (European Aviation Safety Agency) in Köln darüber entscheiden, welche Fluggesellschaften aus Drittstaaten in Europa starten und landen dürfen.

Wie EASA-Sprecher Daniel Höltgen am Dienstag mitteilte, sind in solchen Ländern auch Inspektionen geplant. Bislang sind die nationalen Behörden in Europa für die Einfluggenehmigungen zuständig. Der EASA-Sprecher wies aufgrund zahlreicher Anfragen nach den jüngsten Unglücken auf den hohen Sicherheitsstandard des Luftverkehrs in Europa und in Nordamerika hin. Beides seien die sichersten Regionen.

Die jährliche Sicherheitsstatistik habe gezeigt, dass die Unfallrate hier in den vergangenen Jahren fast gegen Null gegangen sei. Dagegen sei das Fliegen in weiten Teilen Afrikas und in einigen Regionen der früheren Sowjetunion aufgrund von Wartungsmängeln und unzureichend arbeitender Aufsichtsbehörden weniger sicher. Leider schnelle die Statistik durch ein Unglück wie 2008 in Madrid mit mehr als 150 Toten und den Air France-Absturz Anfang Juni vor Brasilien in Europa in die Höhe. Das ändere aber nichts an der grundsätzlichen Situation.

dpa

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