Fälscherwerkstatt in Polen ausgehoben

Warschau - Polizisten der polnischen Ermittlungsbehörde CBS haben in einem Warschauer Vorort eine Fälscherwerkstatt ausgehoben, in der Dokumente und Euro-Banknoten in großem Stil gedruckt wurden.

Ein 65 Jahre alter Mann wurde festgenommen, meldete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Bei der Durchsuchung der Druckerei wurden Euro-Blüten im Wert von mehr als einer Million Euro sichergestellt. Die Ermittler des für die Bekämpfung organisierter Kriminalität zuständigen CBS schließen nicht aus, dass das Falschgeld zur Fußballeuropameisterschaft im kommenden Jahr in Umlauf gebracht werden sollte. Polen richtet die EM gemeinsam mit der Ukraine aus.

Ermittlungen zu gefälschten Dokumenten hatten die Polizei auf die Spur der Fälscherwerkstatt gebracht. Nach Angaben der Beamten handelt es sich um den größten aufgeklärten Fall von Geldfälschung in Europa in diesem Jahr. Auch falsche Fahrzeugpapiere, Ausweise und Firmenstempel wurden gefunden. Mit Hilfe der europäischen Polizeibehörde Europol will die polnische Polizei nun feststellen, ob und in welcher Weise die falschen Dokumente in anderen Ländern genutzt wurden.

dpa

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