Anschlag in China

Explosion bei Kindergarten: Bombenleger ist tot

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Ein Polizist an einer Absperrung vor dem Kindergarten, bei dem sich die Explosion ereignete.

Gerade als viele Eltern ihren Nachwuchs aus einem Kindergarten in China abholen wollten, ereignete sich eine Explosion. 

Update, 9.55 Uhr: Bei der Explosion an einem Kindergarten in China ist der mutmaßliche Bombenleger nach Behördenangaben unter den acht Toten. Die Stadtverwaltung von Xuzhou in der Provinz Jiangsu berichtete am Freitag, im Haus des 22-Jährigen sei ein weiterer selbstgebastelter Sprengsatz gefunden worden. An den Wänden habe er „Tod“ und „Töten“ geschrieben. Wegen einer Krankheit des Nervensystems habe der junge Mann frühzeitig die Schule abbrechen und eine Arbeit aufnehmen müssen. Erst hatte es geheißen, der Verdächtige sei gefasst worden. Bei der Explosion am Eingang des Kindergartens waren am Donnerstag auch 65 Menschen verletzt worden, davon acht schwer.

Peking - Bei einer schweren Explosion am Eingang zu einem Kindergarten im Osten Chinas sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. 66 Menschen wurden verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Behörden berichtete. Wie viele Kinder unter den Opfern sind, war unklar.

Zu der Detonation kam es am Donnerstagnachmittag am Chuangxin Kindergarten im Kreis Fengxian nahe der Stadt Xuzhou in der Provinz Jiangsu. Eltern waren gerade dabei, ihre Kinder abzuholen. Die Ursache war unklar.

Zwei Menschen seien direkt vor Ort ums Leben gekommen, sechs weitere seien im Krankenhaus gestorben, berichtete die Stadtverwaltung. Neun Verletzte seien in einem kritischen Zustand im Krankenhaus, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

Ein Reporter der Zeitung „Xiandaikuaibao“ berichtete, eine Gasflasche für einen Straßenküchenstand scheine explodiert zu sein. Auch in sozialen Medien äußerten sich Augenzeugen in diese Richtung, doch gab es keine offizielle Bestätigung dafür.

Einige Opfer seien meterweit durch die Luft geschleudert worden, berichtete ein Augenzeuge der „Global Times“, der ebenfalls von einer Explosion an einem Essensstand an der Straße sprach.

Im Internet waren Aufnahmen von blutenden Kindern und Erwachsenen am Boden liegend zu sehen. Auch gab es Bilder von verletzten Kindern im Krankenhaus, die medizinisch behandelt wurden. Der Ursprung der Videos konnte nicht genau verfolgt werden.

dpa

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