Erstes deutsches Todesopfer auf Haiti gefunden

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Die Suche nach Überlebenden geht weiter. Auf dem Monitor eines Geräts der Suchmannschaft erkennt man einen Verschütteten unter den Trümmern der Universität von Port-au-Prince - bei vollem Bewußstsein.

Berlin - Im Erdbebengebiet auf Haiti ist nach Angaben von Außenminister Guido Westerwelle ein erstes deutsches Todesopfer gefunden worden.

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Noch etwa 30 Deutsche würden vermisst, erklärte Westerwelle am Samstagabend in Berlin. Die Nachricht vom ersten bekannten Todesfall eines Deutschen habe ihn am späten Samstagnachmittag erreicht. Er könne nicht ausschließen, dass es noch mehr tote Deutsche geben werde. Westerwelle kündigte an, Deutschland werde seine Haiti-Hilfe von bislang 1,5 auf 7,5 Millionen Euro aufstocken. Ein heftiges Nachbeben in Haiti hat am Samstag für Panik in der von einem Jahrhundertbeben stark zerstörten Hauptstadt Port-au-Prince ausgelöst. Menschen rannten aus den Häusern auf die Straßen und wagten sich erst nach geraumer Zeit wieder zurück, berichteten Augenzeugen. Viele der bei dem Erdbeben der Stärke 7,0 am Dienstag beschädigten Häuser sind akut einsturzgefährdet. Die US-Erdbebenwarte registrierte ein Beben der Stärke 4,5. Das Epizentrum habe sich in zehn Kilometern Tiefe etwa 25 Kilometer von Port-au-Prince entfernt befunden.

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AP/dpa

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