Erste Details zur Absturzursache

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Mit einem ferngesteuerten U-Boot suchen Rettungskräfte nach Wrackteilen der Air France 447.

Paris - Es gibt Details über die letzten Minuten an Bord der abgestürzten Air-France-Maschine. Demnach gab es erhebliche technische Probleme. Eine Gewitterfront ist als Unfallursache wahrscheinlich.

Der Unglücks-Airbus der Air France hat kurz vor seinem Absturz eine Fülle an technischen Problemen an die Zentrale der Fluglinie gefunkt. Um 4.10 Uhr deutscher Zeit am Montagmorgen habe das System gemeldet, die Crew habe den Autopiloten abgeschaltet, um das Flugzeug manuell zu steuern, sagte der Hamburger Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Bilder von der Trauerfeier in Notre Dame

Bilder von der Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes

Er bezog sich auf Informationen der Air France, die derzeit in Expertenkreisen erörtert würden. “Dann gab es zwei bis drei Minuten lang eine Flut von Fehlermeldungen: Das Navigationsgerät fiel aus, die Darstellung auf den Bordbildschirmen war weg und anderes.“

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Die letzte Information kam demnach um 4.14 Uhr: “Der Kabinendruck fiel ab. Das war die letzte Meldung, die vom Flugzeug automatisch über Satellit an die Unternehmenszentrale gefunkt wurde.“ Dann stürzte das Flugzeug mit 228 Menschen an Bord in den Atlantik.

Unglücksmaschine hatte 2006 einen Unfall

Die abgestürzte Air- France-Maschine war vor drei Jahren auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle in einen Unfall am Boden verwickelt.

Nach Angaben des deutschen Luftfahrt-Unfalluntersuchungsbüros JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Center) aus Hamburg stieß der Airbus A330 damals auf dem Rollfeld mit einem anderen Air-France-Airbus vom Typ A321 zusammen. Bei der Kollision am 17. August 2006 sei jedoch nur geringer Schaden entstanden, heißt es auf der JACDEC-Website.

dpa

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