Erdrutsche auf Philippinen: Schon fast 250 Opfer

Manila/Hamburg - Die Zahl der Toten nach den verheerenden Unwettern im Norden der Philippinen steigt weiter.

Am Samstag bezifferten die Behörden die Opferzahl auf 245. Unterdessen suchen Helfer weiter nach Vermissten in den Schlamm- und Geröllmassen und den reißenden Fluten. In vielen Bezirken waren nach tagelangem strömendem Regen gewaltige Erd- und Gerölllawinen die Hänge hinabgestürzt und begruben Dutzende Häuser und ihre Einwohner. Tausende Menschen harrten noch am Samstag auf den Dächern ihrer von Wasser umgebenen Häuser aus.

Besonders betroffen war das Bergdorf La Trinidad in der Provinz Benguet, etwa 210 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila. Dort hatten die Schlammlawinen die Menschen vor dem Morgengrauen am Freitag überrascht und mehr als 30 Häuser verschüttet. “Die Erdrutsche haben fast das komplette Dorf zerstört. Wir brauchen mehr Bagger, Seile und Lampen, damit wir die Suche auch in der Dunkelheit fortsetzen können“, sagte Dorfbürgermeister Artemio Galwan.

Die Behörden erklärten, dass weitere Soldaten der Philippinen und der USA in die betroffenen Regionen unterwegs seien. Der Tropensturm “Parma“ hatte tagelang in der Region gewütet und für sintflutartige Regengüsse gesorgt. Erst vergangenen Monat hatte “Ketsana“ für die schlimmsten Überschwemmungen in Manila in mehr als 40 Jahren gesorgt. Dabei waren knapp 340 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als vier Millionen Menschen waren von dem Sturm betroffen, etwa 300 000 waren gezwungen, in Notunterkünften ausharren.

Insgesamt verursachten die beiden Stürme einen Schaden von umgerechnet 183 Millionen Euro in Landwirtschaft und Infrastruktur. Das World Food Programme (WFP) teilte am Smastag mit, dass Japan mehr als 3 Millionen Dollar für die Opfer und die Rettungsaktionen zur Verfügung gestellt habe.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare