Eine Million Chinesen flüchten vor Taifun

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Dieses Dorf in Cangnan ist bereits jetzt überflutet.

Peking - China hat an der Südost-Küste rund eine Million Menschen vor dem Taifun “Morakot“ in Sicherheit gebracht. Der Wirbelsturm sollte das Festland am frühen Sonntagabend (Ortszeit) erreichen, berichteten regionale Medien.

Mehr als 473 000 Bewohner aus der Provinz Zhejiang und mindestens 480 000 Menschen aus der Nachbarprovinz Fujian wurden an andere Orte gebracht. Über 35 000 Schiffe mussten in die Häfen zurückkehren.

Die Vorboten des Taifuns waren schon am Morgen zu spüren: Zhejiang registrierte Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometer. Schifffahrtsbehörden warnten vor bis zu sieben Meter hohen Wellen. Die Millionenstadt Shanghai bereitete sich auf Überflutungen vor.

Zuvor hatte der Taifun in Taiwan mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen, weitere vier wurden auch am Sonntag noch vermisst. Rund 500 000 Haushalte waren ohne Strom, der Luftverkehr war lahmgelegt und viele Straßen nicht passierbar. “Morakot“ hatte dort Windgeschwindigkeiten bis zu 137 Stundenkilometer erreicht.

Auf den Philippinen hatte der Sturm ebenfalls schwere Schäden angerichtet. Zehn Bergleute starben am Freitag , als sie unter einer Schlammlawine begraben wurden. Außerdem kamen während des Taifuns drei französische Bergsteiger und zwei einheimische Führer ums Leben.

Schweres Unwetter auch in Indien: Im Norden des Landes sind bei einem durch heftige Monsun-Regenfälle ausgelösten Erdrutsch mindestens 45 Dorfbewohner verschüttet worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden bislang 19 Leichen geborgen. 26 weitere Menschen würden vermisst. Es gebe jedoch kaum Hoffnung, noch Opfer lebend aus den Trümmern der Häuser zu bergen, hieß es. Die Schlamm- und Gerölllawine hatte bereits in der Nacht zu Samstag drei Weiler im Himalaya -Bundesstaat Uttarakhand unter sich begraben.

dpa

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