Gemorje!, Moin!, Grüß Gott! - Dialekte im Vergleich

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Auch an Schulen wird Dialektforschung betrieben.

München - Wer versteht schon die Bayern, Hessen oder Österreicher? Dialekte können lästig, wohlklingend oder unangenehm sein. Wir zeigen einen sprechenden Atlas und einiges mehr.

In Münchner Biergärten erkennt man die Touristen spätestens, wenn sie eine „Maß“ mit langem a bestellen, denn der Münchner sagt „Mass“ mit kurzem a und scharfem s. Je weiter man sich in den deutschen Sprachraum gen Süden hinein wagt, desto schwieriger wird es. In der Schweiz schließlich, versteht der Deutsche „gar nüt“.

Doch es gibt einen Sprachatlas, der hilft. Ob Urlauber oder Dialekt-Interessierter, hier ist für jeden was dabei. Die einen können sich einhören, die anderen forschen und vergleichen. Der österreichische Germanist Hannes Scheutz von der Uni Salzburg bietet einen sprechenden Atlas an, der Dialekte im Alpenraum vorspricht. Im Dialektvergleich kann man sich aus verschiedenen Regionen Audiofiles anhören. Vokale, Konsonanten, Wortformen, Wortschaft und Syntax, also ganze Sätze. In einem Quiz kann der vermeintlich Versierte sein Wissen testen. Aber vorsicht, einfach ist es nicht.

Deutlich weniger anschaulich, aber sicher auch hilfeich, wenn man sich denn einmal zurecht gefunden hat, ist die Website bayerische-sprache.de. Hier geht es, der Name sagt‘s nur ums Bayerische. Man lernt nicht nur, was man sagen darf und vor allem was der Bayer meint, sondern auch, was der Bayer nie sagen würde.

Die Deutsche Welle hingegen ist breit aufgestellt und präsentiert ihren Dialektatlas sehr anschaulich. Es geht hier nicht  nur um die Aussprache, sondern auch um die Kultur der jeweiligen Region. In Hessen dürfen Appelwoi und Handkäs‘ natürlich nicht fehlen. Außerdem babbeln die Leut, während sie im Saterfriesischen baale.

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