Tragisches Ende eines Abenteuers

Deutsches Urlauberpaar stirbt im australischen Outback

Sidney - Es sollte ein Ausflug fernab der Zivilisation werden, der Abstecher ins australische Hinterland endet für ein deutsches Rentnerpaar tragisch. Beide können nur noch tot geborgen werden.

Tragisches Ende eines Australien-Urlaubs: Nach tagelanger Suche ist im Hinterland die Leiche einer deutschen Rentnerin gefunden worden. Das teilte die Polizei in Australien mit. Am Tag zuvor war dort bereits ihr Mann tot entdeckt worden. Das Paar - sie 73, er 76 Jahre alt - hatte sich vergangene Woche zu einem Ausflug in den Naturpark Trephina Gorge aufgemacht, im Herzen des Kontinents. Seither wurden sie nicht mehr lebend gesehen. Vermutet wird, dass sie die Hitze nicht überstanden.

Die Leiche der Frau wurde am Dienstagnachmittag von einem Polizei-Hubschrauber aus entdeckt. Der Fundort liegt etwa fünf Kilometer entfernt von dem Parkplatz, auf dem das Paar am Freitag vergangener Woche seinen Mietwagen abgestellt hatte. In der Nähe war auch der Mann gefunden worden. Der Naturpark - eine Schluchtenlandschaft - liegt etwa 75 Kilometer nordöstlich von Alice Springs, der einzigen größeren Stadt im australischen Outback.

Die Todesursache konnte zunächst nicht ermittelt werden. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es keine. Vermutet wird, dass sich die beiden in dem Naturpark verliefen und zu wenig Wasser bei sich hatten. In der Region werden derzeit Temperaturen von 40 Grad und mehr gemessen. Zur Herkunft der beiden Deutschen machten die Behörden zunächst keine genaueren Angaben.

In der Trephina-Schlucht fanden die Rettungskräfte den Fotoapparat des Paares. Die darin gespeicherten Aufnahmen halfen den Behörden bei der Identifizierung der Leichen.

Polizeisprecher Philip Emmett drückte den Angehörigen der Verstorbenen sein Mitgefühl aus. "Es ist so ein trauriges Ende eines Lebens und einer Reise nach Australien", sagte er. Die beiden Deutschen hätten sich bereits kurz nach der Ankunft in dem Naturpark verlaufen. Sie hätten noch angehalten, als sie Wasser entdeckten, und seien danach "aus ungeklärten Gründen" in zwei verschiedene Richtungen weitergegangen. "Einer von ihnen ist Richtung Westen und der andere in südöstliche Richtung gelaufen", sagte Emmett.

Bei der Suche waren neben der Polizei auch Parkwächter im Einsatz. Der Park wurde deshalb am Montag komplett geschlossen. Nach Angaben der Polizei wurde ein Gebiet von mehr als 50 Quadratkilometern abgeflogen. Die Leichen wurden in ein Krankenhaus nach Alice Springs gebracht. Die beiden Deutschen seien anhand von Ferienfotos, die auf ihrer Kamera waren, von der Familie identifiziert worden, sagte ein Polizeisprecher.

dpa/afp

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