Bundeswehr prüft angeblichen Tod einer 14-Jährigen

Kundus - Die Bundeswehr prüft Berichte, wonach bei einem Feuergefecht zwischen deutschen Soldaten und Aufständischen in Afghanistan eine 14-Jährige ums Leben gekommen sein soll.

Bisher sei noch unklar, ob der von afghanischer Seite berichtete Tod der 14- Jährigen im Zusammenhang mit einem Vorfall am Freitag stehe, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Ein Distrikt-Gouverneur in der Nähe von Kundus hatte der dpa gesagt, bei einem Feuergefecht zwischen Taliban und deutschen Soldaten seien am Freitag ein 14-jähriges Mädchen getötet und eine Sechsjährige verletzt worden. Er konnte allerdings nicht sagen, welche Seite die Schüsse auf die Kinder abgegeben habe. Nach seinen Angaben wurden auch ein Taliban-Kämpfer getötet und ein weiterer verletzt. Auf deutscher Seite habe es keine Verwundeten gegeben.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

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Am Freitag hatte das Einsatzführungskommando von einem etwa 30- minütigen Feuergefecht in der Nähe von Kundus berichtet. Dabei seien deutsche Sicherungskräfte von Aufständischen beschossen worden und hätten das Feuer erwidert. Während des Gefechts sei vermutlich ein Aufständischer verwundet worden. Nach Beschuss eines Polizeihauptquartiers sei überdies ein verletztes Kind in das Quartier gebracht worden. Dieses Kind sei von Deutschen medizinisch behandelt worden.

dpa

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