Booster-Impfung in Deutschland

Booster-Studie zeigt: Impfstoff-Kombi ist bester Omikron-Schutz

Was bietet einen besseren Schutz gegen die Omikron-Variante – drei Impfungen mit gleichem Impfstoff oder eine Kreuzimpfung? Eine britische Studie gibt Aufschluss.

Die Omikron-Variante breitet sich in Deutschland immer schneller aus, wie echo24.de* im aktuellen Corona-Ticker* berichtet. Umso wichtiger wird es deshalb sich rechtzeitig boostern zu lassen. Der dritte Piks gilt nicht nur als guter Schutz gegen die hochansteckende Omikron-Variante des Coronavirus, sondern spart einem auch den Weg zur nächsten Teststation.

Denn: Mittlerweile gelten in ganz Deutschland strenge Corona-Maßnahmen*, bei denen Geboosterte eine Ausnahme darstellen und zum Beispiel von der Testpflicht befreit sind. Aber mit welchem Vakzin sollte man sich am besten Boostern lassen?

In Deutschland stehen aktuell die Vakzine von Biontech oder Moderna für den dritten Piks zur Verfügung. Allerdings gilt der in der EU neu zugelassene Corona-Impfstoff von Novavax „besser als Vektorimpfstoffe zum Boostern“.* Eine Studie englischer Wissenschaftler untersucht nun den Schutz vor Omikron bei drei gleichen Impfstoffen und Kreuzimpfungen – letztere schneiden dabei deutlich besser ab.

Neue Studie aus England: Booster-Kreuzimpfung zeigt höheren Schutz vor Omikron

Moderna oder Biontech, welcher Booster wirkt besser? Laut einer englischen Studie werden besonders viele Antikörper produziert, wenn die Auffrischungsimpfung mit einem anderen Impfstoff erfolgt als die Grundimmunisierung. Auch die deutschen Virologen können der Kreuzimpfung viel abgewinnen.

„Es ist so, dass jeder Impfstoff zwar eine Immunantwort gegen das Coronavirus hervorruft, aber immer etwas unterschiedlich. Deswegen ist es so, wenn ich eine etwas breite Immunantwort haben möchte, ist die Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen immer besser, als wenn ich nur einen gebe“, erklärt Epidemiologe Timo Ulrichs in einem Video auf n-tv.de.

Nach Booster-Kreuzimpfung: Impfschutz auf hohem Niveau

Auch im Kampf gegen die Omikron-Variante* sei die Kreuzimpfung eine gute Wahl, sagt die britische Gesundheitsbehörde. Wer sich also nach zwei Impfungen mit Biontech mit demselben Impfstoff Boostern lässt, erhöht die Schutzwirkung gegen eine Erkrankung mit Omikron nach einer Woche auf knapp 70 Prozent. Nach zehn Wochen geht sie aber auf circa 50 Prozent zurück.

Die Kombination aus Biontech als Erst -und Zweitimpfung plus Moderna schneidet besser ab. Nach einer Woche liegt der Impfschutz bei 80 Prozent und er bleibt auch fünf bis neun Wochen nach der Auffrischung auf einem hohen Niveau von etwa 70 Prozent.

Booster-Impfung: Biontech oder Moderna? Kreuzimpfung oder homologe Impfung?

Ob Biontech oder Moderna, der Wahl des Booster-Impfstoffes sollte man nicht zu viel Bedeutung beimessen, wie es weiter auf n-tv.de heißt. Denn: „Der entscheidende Unterschied ist nicht zwischen Kreuzimpfung und homologer Impfung, sondern zwischen zweimal und dreimal geimpft“, so Ulrichs weiter. Also: Besser ein wenig wirksamer Booster als gar keiner.

Und viele haben ja auch gar keine Wahl, denn unter 30-Jährige sollen in Deutschland immer mit Biontech geboostert werden, so die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa / M.i.S.-Sportpressefoto

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