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Aufräumen nach Unwettern - weitere Gewitter wohl im Osten

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Krefeld
Eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen ist am Donnerstagabend über Nordrhein-Westfalen gezogen und hat - wie hier in Krefeld - einige Spuren hinterlassen. © -/Photography Alex Forstreuter/dpa

Starker Regen und Sturmböen haben in der Nacht auf Freitag vor allem in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg Schäden verursacht. Am Freitag könnte es den Osten treffen.

Duisburg/Berlin - Eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen hat im Westen und Süden Deutschlands ihre Spuren hinterlassen. Allein in Nordrhein-Westfalen hat sie bis weit in den Freitag hinein mindestens 1650 Feuerwehreinsätze ausgelöst, wie das Innenministerium des Landes mitteilte.

Im Bahnverkehr kam es zu Ausfällen und Streckensperrungen. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor der Gewitterfront mit Starkregen gewarnt. Am Freitag verlagerten sich die Unwetter in die Osthälfte Deutschlands. Zum Start ins Wochenende macht der Regen voraussichtlich Pause.

In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen waren die Feuerwehren am Donnerstagabend im Dauereinsatz - etwa wegen umgekippter Bäume, unter Wasser stehender Keller und Straßen. Im Vergleich zu anderen Unwettern waren die zunächst bekannt gewordenen Schäden aber überschaubar.

Ausfall von Telefonen in Duisburg

Im nordrhein-westfälischen Kreis Wesel wurden nach Angaben der Feuerwehr vier Menschen leicht verletzt. So wurde beispielsweise in Hünxe ein Traktorfahrer von Baumteilen getroffen und in Dinslaken ein Autofahrer durch einen umgestürzten Baum leicht verletzt.

Im Duisburger Stadtteil Baerl fielen zeitweise die Telefone aus, so die Feuerwehr, die in kurzer Zeit 500 Notrufe abarbeiten musste. Bis Donnerstag um 22 Uhr seien der Feuerwehr in der Stadt mehr als 600 Einsätze mit Bezug zum Unwetter gemeldet worden. Es gab eine Vielzahl umgestürzter Bäume sowie Überschwemmungen von Straßen und Kellern. Auf der Ruhr rettete die Feuerwehr Menschen, die mit einem Boot gekentert waren. Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erregte ein junger Mann, der in Mönchengladbach mit einem Kanu über die überflutete Straße paddelte.

Dachstuhlbrand in Bergisch Gladbach

An einem Einfamilienhaus in Bergisch Gladbach verursachte ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand. Verletzt wurde niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Durch einen Blitzschlag geriet auch eine Scheune in Hatten bei Oldenburg in Brand und brannte laut Polizei nieder.

In Krefeld war die Feuerwehr wegen des Unwetters im Dauereinsatz, teilte ein Sprecher mit. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten damit begonnen, kleinere Bäume und Äste von den Straßen zu ziehen. In der Stadt wurden auch Straßen und viele Keller überflutet.

Im bayerischen Kempten legte ein Blitzschlag das Stellwerk der Bahn still, auf der Strecke bis Kaufering standen Züge zeitweise. In Oberstdorf gingen Muren ab, mehrere Straßen wurden von Geröll und Wasser blockiert, Keller und Ställe liefen voll Wasser. Auch im bayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) musste die Feuerwehr wegen Hagelschäden, überfluteten Straßen oder Kellern ausrücken.

Regen zieht nach Osten

Am Freitag verlagerten sich die Regenfälle in die Osthälfte Deutschlands. Teils rechnete der Deutsche Wetterdienst dabei auch mit Gewitter. Am Abend könne es im Nordosten und Osten noch letzte starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben, hieß es. Am späten Abend sollte das Wetter sich dann beruhigen.

Hoch „Hartmut“ bringt am Wochenende teils sommerlich sonniges Wetter nach Deutschland zurück. Am Samstag gibt es im Süden und in der Mitte viel Sonne und nur wenige Wolken. Die Temperaturen steigen den Meteorologen zufolge auf bis zu 29 Grad. Im Norden und Nordwesten kann es mitunter wolkig werden, es gebe aber kaum Schauerneigung. Ganz im Norden liegen die Temperaturen zwischen 21 und 25 Grad. Sonnig und nur locker bewölkt bleibt es zunächst auch am Sonntag. Im Nordwesten und Südwesten soll es vereinzelte Schauer geben, an den Alpen auch Gewitter. dpa

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