Aschefontäne auf den Philippinen

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Aus dem Vulkan Bulusan auf den Philippinen ist erneut eine Aschefontäne geschossen.

Manila - Aus dem Vulkan Bulusan auf den Philippinen ist erneut eine Aschefontäne geschossen. Aus der Umgebung des Vulkans sollen nun rund 80 000 Menschen in Sicherheit gebracht werden, teilten die Behörden mit.

Die Wolke sei aus dem 1560 Meter hohen Krater 500 Meter hoch gestiegen, berichtete das Institut für Vulkanologie. Die Philippinen liegen rund 3000 Kilometer von Indonesien entfernt, wo seit Ende Oktober Aschewolken aus dem Vulkan Merapi auf der Insel Java schießen.

Ascheregen am Vulkan Merapi

Tödlicher Ascheregen am Vulkan Merapi

Der philippinische Katastrophenschutz schickte Mitarbeiter in die 70 dem Bulusan am nächsten gelegenen Dörfer, um die Anwohner vor der Gefahr zu warnen. Der Vulkan, der rund 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila auf der Insel Luzon liegt, war zuletzt im Jahr 2007 ausgebrochen.

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In Indonesien wurden am Dienstag nach den Eruptionen des Merapi noch mehr als 200 Menschen vermisst. Die Behörden berichteten, etliche Helfer seien unterwegs, um in rund 25 zerstörten Dörfern nach Opfern zu suchen. Bilder zeigten, wie von verbrannten Häusern noch Qualm aufstieg. Seit Beginn der Ausbrüche vor rund zwei Wochen wurden bislang mehr als 150 Todesopfer registriert, rund 450 Menschen wurden verletzt. Der internationale Flughafen von Yogyakarta soll wegen der Asche zunächst bis zum 15. November geschlossen bleiben.

Auf den Philippinen gibt es 23 aktive Vulkane, in Indonesien rund 130. Sie alle gehören zu einem Gürtel aus etwa 450 aktiven Vulkanen um den Pazifischen Ozean herum, der als pazifischer Feuerring bezeichnet wird.

Das Halbrund aus “Feuerbergen“ reicht von den Küsten Süd- und Nordamerikas bis zu Inselketten im asiatisch-pazifischen Raum. Er führt weiter bis Neuseeland und zur Antarktis. In dem Ring liegen etwa auch der Popocatépetl in Mexiko, der Fuji in Japan und der Mount St. Helens in den USA.

dpa

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