Afghanistan: Fünf Tote bei Selbstmordanschlag

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Deutsche Soldaten in Afghanistan.

Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat in der südafghanischen Provinz Sabul mindestens vier Menschen, zwei Wachmänner und zwei Passanten, mit in den Tod gerissen.

Wie ein Sprecher der Provinzregierung am Sonntag mitteilte, wurden zwölf weitere Personen verletzt, als der Täter seinen Sprengsatz auf einem belebten Markt neben dem Fahrzeug einer privaten Sicherheitsfirma zündete. Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat.

Letzte Ehre für Afghanistan-Soldaten

Letzte Ehre für gefallene Soldaten

Bei mehreren Gefechten in der Provinz Kundus im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr wurden unterdessen 29 Taliban-Kämpfer und 3 Angehörige einer regierungstreuen Stammesmiliz getötet. Das teilte die Provinzregierung am Samstag mit. Ob an den Militäraktionen auch deutsche Soldaten beteiligt waren, wurde nicht bekannt.

Am 2. und 15. April hatten Angriffe der Taliban in Kundus und der Nachbarprovinz Baghlan sieben Bundeswehr-Soldaten das Leben gekostet.

In der zentralafghanischen Provinz Logar töteten ausländische und afghanische Soldaten bei einer gemeinsamen Militäroperation “mehrere Aufständische“. Zudem sei ein Taliban-Kommandeur festgenommen worden, erklärte die Internationale Schutztruppe ISAF am Sonntag. Ein Sprecher des Gouverneurs sagte dagegen, die insgesamt drei Toten seien nach Angaben von Dorfbewohnern Zivilisten gewesen. Der Vorfall werde untersucht. Zivile Opfer im Kampf gegen die Taliban sorgen immer wieder für Unmut in der afghanischen Bevölkerung.

dpa

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