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Wespen sollte man niemals wegpusten: Hausmittel, mit denen man sie einfach loswird

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Von: Franziska Vystrcil

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Wespen sind ungern gesehene Gäste am Esstisch. Dieses Jahr könnten die Insekten zur wahren Plage werden. Denn das Wetter 2022 ist für sie ideal.

Stuttgart - Sonne, Hitze, kaum Regen: Das Wetter in Deutschland liefert 2022 einen Sommer der Extraklasse. Während wir Menschen das Wetter beim Grillen, im Freibad oder im heimischen Garten genießen, sind dort oftmals auch Plagegeister anzutreffen: Wespen. Dieses Jahr sogar mehr von ihnen als sonst, denn der überaus warme und trockene Frühling bot den Insekten einen perfekten Jahresstart. Da auch die Temperaturen im Juni und Juli überdurchschnittlich warm waren, konnten sich die Wespen sehr gut entwickeln. Ihre Zahl ist wetterabhängig. Fällt zu viel Regen, schimmeln die Nester und die Wespenvölker sterben. Ist es warm, gedeihen sie geradezu.

Getränke, Wurst oder Fleisch sowie Süßes locken die Wespen auch an unseren Tisch. Wer dann allerdings zur Fliegenklatsche greift, macht sich strafbar. Denn die gelb-schwarz-gestreiften Insekten stehen unter Naturschutz. Auch wer in Deutschland Bienen tötet, muss mit einem heftigen Bußgeld rechnen. Mit einfachen Mitteln wird man Wespen los - ganz ohne sie zu töten.

Hausmittel gegen Wespen: Kräuter und Pflanzen halten die Insekten fern

Die Versuchung kann groß sein, die Wespen einfach zu erschlagen. Mit ihrer aufdringlichen Art können sie einen schnell in den Wahnsinn treiben. Doch es empfiehlt sich, Ruhe zu bewahren. Wenn sie sich bedroht oder in die Enge getrieben fühlen, reagieren sie aggressiv - und stechen im schlimmsten Fall zu. Mit einer Sprühflasche kann man die Insekten austricksen und kommt ihnen dabei auch nicht zu nahe. Einfach die Wespe mit etwas Wasser besprühen, schon verzieht sie sich wieder. Der Grund: Die Wespe hält das Sprühen für Regen und kehrt zu ihrem Nest zurück. Ein weiterer Vorteil: Bei Hitze kann man sich damit auch selbst erfrischen. Mit einigen Tricks kann man starkes Schwitzen vermeiden.

Eine Wespe wird von einer menschlichen Hand gehalten.
In einem trockenen und warmen Jahr wie 2022 können sich Wespenvölker früher und besser entwickeln. © IMAGO / Panthemedia

Knoblauch und Basilikum sind ebenfalls Wunderwaffen gegen die Plagegeister. Wespen mögen deren Geruch nicht. Wer also einen Basilikumtopf auf den Tisch stellt, oder aber Garten und Balkonkästen damit bepflanzt, hat seine Ruhe vor den Wespen. Den Knoblauch sollte man aufschneiden und in einem kleinen Gefäß auf den Tisch stellen, um die Insekten zu vertreiben.

Man kann allerdings auch auf weitaus angenehmere Düfte zurückgreifen. Den Geruch von Lavendel scheinen die Tiere etwa absolut nicht zu mögen. Auch Citronella-Duft, Teebaum- oder Nelkenöl meiden die Wespen. Ätherische Öle vertreiben zudem auch lästige Stechmücken. Somit hat man nicht nur sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Auch gegen das „gefährlichste Tier der Welt“, die Tigermücke, können die Duftstoffe ein wirksames Mittel sein.

Mittel gegen Wespen: Auf keinen Fall anpusten

Wer keine Öle oder Kräuter zur Hand hat, kann auch auf Kaffeepulver zurückgreifen. Einfach in eine kleine Schale geben und anzünden. Der Rauch hält die Wespen fern. Jedoch kann der Qualm auch für Menschen störend sein. Das „Die Höhle der Löwen“-Start-up „VapoWesp“ aus Stuttgart hat sich daher etwas einfallen lassen: Eine Räucherbox gegen Wespen mit verschiedenen Duftrichtungen. Da die Insekten besonders auf Düfte reagieren und auch von ihnen angezogen werden, sollte im Sommer auf süßlich duftendes Parfüm verzichtet werden.

Auch gewisse Farben stehen in Verdacht, anlockend auf Wespen zu wirken. Bei Kleidung daher möglichst auf grelle, bunte sowie blaue und gelbe Farben verzichten. Auf keinen Fall sollte man die Wespen an- oder wegpusten. Die Wärme und das im Atem enthaltene Kohlendioxid verursacht bei den Tieren Stress und macht sie angriffslustig.

Bei all den Mitteln und Maßnahmen gegen die Wespen sollten wir allerdings nicht vergessen, dass diese Insekten einen wertvollen Beitrag in unserem Ökosystem leisten. Auch wenn die meisten sie als lästig empfinden, sind sie doch nützliche Tiere. Als natürliche Schädlingsbekämpfung bewahren sie uns vor unzähligen Quälgeistern. Einige Wespenarten befreien unsere Gärten zum Beispiel von Raupen und anderen kleinen Insekten.

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