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Putzen und dabei Geld sparen: Trick lässt Nebenkostenabrechnung deutlich sinken

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Von: Julian Kaiser

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Die Energiepreise steigen, das macht sich schnell auf der Abrechnung bemerkbar. Dank einfacher Tricks sinkt jedoch der Verbrauch von Strom und Wasser.

NRW – Angesichts der steigenden Strom- und Erdgaspreise blicken zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher wohl mit Sorge auf die kommende, alljährliche Abrechnung der Energiekosten. Wie RUHR24 weiß, können Verbraucher im Haushalt allerdings trotz diverser Fallstricke dank einfacher Tricks Wasser und Energie sparen – so zum Beispiel während der Putztour in den eigenen vier Wänden oder bei der Körperhygiene.

Nebenkostenabrechnungführt alle Kosten auf, die nicht von der vereinbarten Miete erfasst werden
Unterscheidung zwischenWarmen (z.B. Heizkosten) und Kalten (zusätzliche) Betriebsosten
Abrechnungszeitraum01. Januar bis 31. Dezember eines Jahres

Wasserknappheit und steigende Energiepreise machen Verbrauchern zu schaffen

Zu den ohnehin schon beunruhigenden Nachrichten rund um die Grundversorgung in Deutschland gesellen sich laut HNA Warnungen vor Wasserknappheiten vor dem Hintergrund vergangener Hitzewellen hinzu. Insbesondere in südeuropäischen Ländern wie Italien haben Dürreperioden zu teils dramatischen Szenarien geführt.

Auch in Deutschland haben zahlreiche Länder und Kommunen die Bürger zum Wassersparen aufgerufen. Hinzu kommen laut dem Handelsblatt die steigenden Strompreise am Spotmarkt.

Haushaltsexpertin hat einfache Tricks zum Energie- und Wassersparen im Haushalt parat

Wer es zu Hause gerne sauber hat und gelegentlich den Putzlappen schwingt, sollte sich aber nicht verunsichern lassen. Denn wie Roxanna Pelka, Haushaltsexpertin des Online Vermittlungs-Marktplatzes für selbstständige Reinigungskräfte „Helpling“, verrät, ist Wasser- und Energiesparen während des Putzens und Waschens ganz einfach.

Um Umwelt und das eigene Portmonee zu schonen, könne man beispielsweise Obst und Gemüse in einer großen Schüssel Wasser anstatt unter dem fließenden Wasserhahn abspülen. Davon können durstige Mitbewohner in Form von Pflanzen profitieren, die sich in drückend heißen Zimmerecken oder auf sonnigen Balkonen nur allzu sehr nach einer Erfrischung sehnen.

Beim Abspülen von Geschirr empfiehlt „Frag-Team-Clean“ zudem, dreckige Teller, Gläser und Besteck nicht unter fließendem Wasser, sondern in einem gefüllten Waschbecken reinigen. Um weniger Wasser beim anschließenden Klarspülen zu verschwenden, sollte auch nicht zu viel Spülmittel verwendet werden.

Putzen, Spülen, Waschen – Verbraucher können überall Energie und Wasser sparen

Vielen Verbrauchern wird sicherlich bewusst sein, dass man auch im Badezimmer Wasser sparen kann, indem man den Wasserhahn beim Händewaschen zwischendurch zudreht oder beim Zähneputzen einen Becher benutzt. Auch beim Einseifen unter der Dusche könne durch das zwischenzeitliche Abdrehen des Warmwassers das Risiko einer höheren Nebenkostenabrechnung verringert werden, erklärt die Haushaltsexpertin.

Abgesehen davon, dass Verbraucher auf vielfältige Art und Weise den Wasserverbrauch im Haushalt sparen können, sinkt auch der Stromverbrauch beim Putzen dank einfacher Lifehacks. Nicht nur sollten Verbraucher auf LED-Lampen umsteigen und den Standby-Modus von Elektrogeräten vermeiden. Wer beispielsweise einen Wasserkocher benutzt, sollte diesen regelmäßig entkalken.

In Küche und Badezimmer tragen kleine Veränderungen zu einem geringeren Verbrauch bei

Schließlich verbrauchen verkalkten Geräte „deutlich mehr Energie“, verrät die Haushaltsexpertin. Wenn es hartnäckigem Staub an den Kragen gehen soll, empfehle es sich zudem, auf „unnötige Einwegprodukte, wie Küchenrolle, Staubwischer und Co.“ zu verzichten und stattdessen auf Mikrofasertücher zurückzugreifen. Das schone nicht nur das Portmonee, sondern auch die Umwelt, ist sich die Expertin sicher.

Der Stromverbrauch lässt sich auch beim Wäschewaschen reduzieren, getreu nach dem Motto: Je niedriger die Temperatur, desto höher die Energieeinsparung, erklärt Roxanna Pelka. Höhere Temperaturen seien lediglich bei Bettwäsche, Unterwäsche, Socken, Hand- und Reinigungstüchern vonnöten, um so die Bakterien abzutöten.

Ein mit Putzutensilien gefüllter Putzeimer.
Dank einfacher Tricks können Verbraucher eine Menge Geld beim Putzen, Waschen und der Körperhygiene sparen. © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago; claudiodivizia/Panthermedia/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24

Beim Wäschewaschen und während der Putzroutine wird es oft besonders teuer

Der Waschgang bei 30 Grad reiche ihrer Ansicht nach in der Regel völlig aus. Zudem solle die Waschtrommel immer gut gefüllt sein. „Wenn Sie die hintere Trommel mit der Hand berühren können, dann ist sie optimal gefüllt und führt zu einem guten Waschergebnis“, verrät Roxanna Pelka.

Angesichts der Hitzewellen könnten Verbraucher auch getrost auf den Trockner verzichten. Wäsche an der frischen Luft trocknen zu lassen, könne die Energiekosten erheblich senken.

Abschließend empfiehlt sie, Heizkörper regelmäßig abzustauben, damit bei Kälte „die Wärmeenergie vollständig an den Raum abgegeben werden“ kann. Und anstatt jedes Mal den Staubsauger aus dem Kabuff hervorzuholen und ihn auf die höchste Stufe zu stellen, genüge bei kleineren Verschmutzungen die Wahl einer geringeren Stufe oder gar der Griff zum guten, alten Besen.

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