Kaufland-Variante von „Lidl Plus“?

Kaufland startet neuen Digital-Service: Was viele Kunden abschrecken könnte

Kunden in Deutschland können ab sofort die „Kaufland Card“ nutzen, die in der offiziellen Kaufland-App zu finden ist. echo24.de testet die neue Karte.

Neckarsulm – Die Meldung über die deutliche Ansage von Kaufland zur 2G-Regel beim Einkaufen macht aktuell Schlagzeilen. Doch hier im Artikel von echo24.de* geht es um ein völlig anderes Thema: Die neuartige „Kaufland Card“, welche die Nutzer der offiziellen Kaufland-App seit neuestem nutzen können. Die Kaufland-App kann kostenlos im App Store sowie via Google Play heruntergeladen werden. Auch die Registrierung für die „Kaufland Card“ funktioniert unkompliziert und ist kostenlos.

Was allerdings sofort auffällt: Bei der Registrierung für die „Kaufland Card“ muss der Nutzer viele persönliche Daten angeben, unter anderem exakte Adresse mit Straße und Hausnummer sowie eine E-Mail-Adresse. Hier fragt man sich als Nutzer, wofür die riesige Supermarktkette aus Neckarsulm diese Angaben benötigt und weshalb es nicht reicht, einfach die Filiale auszuwählen? Immerhin sind die persönlichen Kundendaten für die Nutzung der „Kaufland Card“ sowie der Kaufland-App völlig irrelevant.

Kaufland/Neckarsulm: Supermarktkette startet mit digitaler „Kaufland Card“

Das erinnert sehr stark an die Kundendaten-Abfrage bei der Lidl-Plus-App*, die seit 2020 kostenlos genutzt werden kann. Auch hier muss der Nutzer persönliche Daten angeben, um die Funktionen von „Lidl Plus“ vollständig nutzen zu können. Doch nicht nur in der sehr fragwürdigen Registrierung ähneln sich „Lidl Plus“ und „Kaufland Card“ sehr. Auch inhaltlich gibt es viele Überschneidungen. Auf alle Nutzer der „Kaufland Card“ warten Coupons zum Aktivieren, welche mit exklusiven Rabatten für Nutzer locken.

Via QR-Code wird die „Kaufland Card“ an der Kasse vom Handy erfasst, jeder App-Nutzer bekommt zudem eine individuelle „Card-Nummer“ zugeteilt. Auf echo24.de-Anfrage* heißt es von Kaufland aus Neckarsulm*, dass die neue „Kaufland Card“ ein zukünftiges Vorteilprogramm für Kunden sei. „Derzeit führen wir in Deutschland einen ersten Test durch“. Jeder, der die Kaufland-App nutzt, kann an der Testphase teilnehmen – vorausgesetzt, man schließt die Registrierung vollständig ab.

Kaufland/Neckarsulm: Diese Funktionen könnte die „Kaufland Card“ bald bieten

Unklar ist, ob aktuell schon alle Kaufland-Filialen die „Kaufland Card“ erfassen können. Ähnlich wie bei Lidl müssten dazu alle Kassen mit einem Lesegerät ausgestattet sein. Ob das flächendeckend der Fall ist, ist nicht bekannt. Von Kaufland heißt es auf echo24.de-Anfrage zu weiteren Details: „Da die Testphase noch andauert, bitten wir Sie um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Aussagen treffen können“. Die Antwort von Kaufland zeigt aber, dass möglicherweise noch mehr geplant ist.

Nach der Registrierung können Nutzer der „Kaufland Card“ exklusive Coupons aktivieren.

Aktuell können Nutzer der „Kaufland Card“ lediglich Coupons für Rabatte aktivieren. Mit „Lidl Plus“ haben Kunden zum Beispiel die Möglichkeit, den Kassenbon digital zu erhalten. Auch das mobile bezahlen ist mittlerweile via „Lidl Plus“ vom Smartphone möglich. Denkbar ist, dass Kaufland hier mit seiner „Kaufland Card“ nachzieht und bald ähnliche neue Funktionen ergänzt. Sowohl Kaufland als auch die Discounterkette Lidl* gehören zur Schwarz Gruppe in Neckarsulm, die nun offenbar voll auf Digitalisierung setzt.

Kaufland/Neckarsulm: Top oder Flop? Das echo24.de-Fazit zur „Kaufland Card“

Das echo24.de*-Test-Fazit: Wer die neue „Kaufland Card“ nutzt, kann sich über exklusive Rabatte für Card-Nutzer freuen, muss aber in Kauf nehmen, dass persönliche Daten erfasst und verarbeitet werden. Mögliche künftige Funktionen wie ein mobiler Kassenbon oder mobiles Bezahlen könnten die „Kaufland Card“ insbesondere für Stammkunden attraktiv machen. Im echo24.de-Test* haben alle Funktionen der „Kaufland Card“ einwandfrei funktioniert. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jason Blaschke/echo24.de

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