Haushaltstipp

Kartoffelwasser ist ein echter Alleskönner - Deshalb dürfen Sie das Wundermittel nicht wegschütten

Kartoffeln Korb Ernte roh giftig kochen
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Es ist ein großer Fehler, Kartoffelwasser einfach wegzuschütten (Symbolbild).

Es ist ein großer Fehler, Kartoffelwasser einfach wegzuschütten. Das Gebräu eignet sich für ziemlich viele Dinge im Haushalt - und auch in der Körperpflege.

  • Kartoffelwasser sollte nicht einfach in den Abfluss gekippt werden, denn es hat viele Eigenschaften.
  • Der Sud von Kartoffeln ist ein echtes Wundermittel im Haushalt, als Körperpflegeprodukt und zum Verarbeiten von Essen.
  • Einen wichtigen Hinweis müssen Verbraucher bei der Benutzung von Kartoffelwasser jedoch unbedingt beachten.

Offenbach – Die Kartoffel - egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, kommt bei vielen Deutschen in den verschiedensten Formen und Zubereitungsmethoden auf den Tisch. Ob als Pell- oder Salzkartoffel, Pommes oder Kroketten: Kaum eine andere Gemüsesorte ist so vielfältig. Nicht nur die Knolle an sich ist schmackhaft und hat viele Eigenschaften, auch das nach dem Kochen übrig bleibende Kartoffelwasser ist reichlich einsetzbar. Doch viele Verbraucher kippen das Wasser einfach in den Abfluss.

Kartoffelwasser nicht einfach wegkippen: Zahlreiche Mineralien enthalten

Kartoffelwasser enthält zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium. Diese Stoffe sind nicht nur gut für den Menschen, auch Pflanzen brauchen sie, um schneller und gesünder zu wachsen. Ist der Sud nach dem Kochen abgekühlt, eignet er sich ideal als Dünger zum Gießen für Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen. Salz sollte jedoch auf keinen Fall im Wasser sein, das schadet den Pflanzen.

Nährstoffe der KartoffelMenge pro 100 Gramm
Kalorien77 Kilokalorien
Eiweiß2 Gramm
Kohlenhydrate17 Gramm
Fett0 Gramm
Ballaststoffe2 Gramm
Wasser79 Gramm

Kartoffelwasser: Große Hilfe im Haushalt beim Putzen

Im Haushalt ist Kartoffelwasser ebenfalls eine große Hilfe. Besonders Flächen und Gegenstände aus Kunststoff lassen sich ideal mit dem Sud von Schmutz und Dreck befreien. Fenster- und Türrahmen, Laminatböden und Plastikwasserkocher erstrahlen so in neuem Glanz. Das Portal „myHOMEBOOK“ hat den Haushaltstipp einmal ausprobiert und kommt zu dem Ergebnis: „Der Lifehack mit Kartoffel für Kunststoff funktioniert.“ Auch Bratpfannen und Töpfe lassen sich reinigen.

Tatsächlich kann das Kartoffelwasser aber auch helfen, wenn es einfach weggeschüttet wird. Die Stärke im Sud trägt dazu bei, dass sich Verschmutzungen im Abfluss wieder lösen. Das Wasser sollte jedoch heiß und noch kochend in den Abfluss gekippt werden, dann entfaltet es seine beste Wirkung. Vorsicht jedoch bei Plastikrohren: Kochendes Wasser kann diese beschädigen.

Beauty-Produkt: Dem Körper kann Kartoffelwasser Gutes tun

Der Sud eignet sich auch als Beauty-Produkt. Kartoffelwasser kann dazu beitragen, dass die Haut wieder gesund und weich wird. Der Grund: Die Stärke in der Flüssigkeit sorgt dafür, dass die Haut Feuchtigkeit wieder besser aufnehmen kann. Wer unter rauen Händen leidet, insbesondere an kalten Tagen ist das ein großes Problem, sollte diese für einige Minuten in lauwarmes Kartoffelwasser halten. Im Anschluss die Hände nicht mit einem Handtuch abtrocknen, sonst löst sich die Stärke wieder direkt ab.

Hände greifen auf einem Feld nach Kartoffeln.

Auch den Haaren kann Kartoffelwasser helfen: Es sollte nach dem Kochen der Kartoffeln als Kur aufgetragen und später gründlich ausgewaschen werden. Die Haare werden dadurch stärker und farbintensiver. Das Wasser soll sogar gegen graue Haare helfen.

Kartoffelwasser für deftige Speisen ideal: Verbraucher müssen Hinweis beachten

Es muss nicht gleich getrunken werden, aber Verbraucher können Kartoffelwasser auch in der Küche verwenden. Die Flüssigkeit kann in Suppen und Soßen eingerührt werden, nicht nur die enthaltenen Mineralien sind optimal, der Sud intensiviert auch den Geschmack von deftigen Speisen. Auch selbstgemachtes Brot bekommt vom Kartoffelwasser eine besondere Note.

Unbedingt beachten: Wenn das Kartoffelwasser nach dem Kochen weiterverwendet werden soll, ist es wichtig, dass die Kartoffeln keine grünen Stellen aufweisen. Darin ist der giftige Stoff Solanin enthalten, denn beim Erhitzen wird dieser nicht zerstört und geht ins Wasser über. Bei einer leichten Vergiftung treten Symptome wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerz sowie Halskratzen auf. Nimmt ein Mensch größere Mengen Solanin zu sich, sind die Folgen gravierend. Auch bei keimenden Kartoffeln entsteht das giftige Solanin. Und natürlich sollten die Kartoffeln vor dem Kochen gründlich von Erde und Schmutz gereinigt werden, wenn das Kartoffelwasser danach für Lebensmittel benutzt wird. (Tim Vincent Dicke)

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