Zappen ist etwas...

. . . ganz Anstrengendes, das macht den Uhlenköper regelrecht aggressiv. Diese Unart bei einem eigentlich gemütlichen Fernsehabend sollte man ganz abschaffen. Der Uhlenköper hat Freunde, mit denen er sich regelmäßig in die Wolle kriegt, sobald die Flimmerkiste läuft.

Vorausgesetzt er gibt die Fernbedienung an seine Freunde ab. Dann funktioniert das Fernsehen nämlich so: Es wird ein Programm angeschaltet, der Uhlenköper hört zu und – egal ob Fernsehfilm oder Bericht – ist meistens sofort in die Thematik hineingezogen. Und da er so neugierig ist, ist er häufig auch gespannt, wie der Film weitergeht. Und just in dem Moment, in dem der Uhlenköper beginnt, gebannt vor dem Fernseher zu sitzen, wird weitergezappt. Vier Kanäle übersprungen, eine viertel Minute angehalten, der Uhlenköper erkennt das Thema des Berichts und möchte mehr darüber erfahren – schwupps weitergeschaltet. Manchmal versucht dann der Uhlenköper parallel dazu, sich auf ein Gespräch zu konzentrieren. Das funktioniert leider auch nicht, weil das Zappen und das Flimmern dazu seinen Herzschlag in enorme Höhen treibt. Und wenn er dennoch im Kreise dieser Freunde einen Abend lang durchhält, hat er am Ende das Gefühl, dass sein Gehirn komplett überfüllt ist mit lauter halbgaren Informationen, unvollendeten Geschichten und bunten Bildern, die keinen Sinn ergeben, weil er das Filmende verpasst hat, der.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare