Wunder der...

... Natur, denkt sich Uhlenköper jedes Mal, wenn er abends bei langsam untergehender Sonne in seinem Gärtchen sitzt und – eigentlich nichts macht. Gar nichts.

Nur lauscht und guckt. Er sieht dann funkelnde Libellen, die wie fliegende Edelsteine um die Spitzen eines rostigen Eisenzauns schwirren. Von ganz nah kann er die feine Maserung ihrer feinen Flügel bewundern.

Er sieht die ersten Fledermäuse, die in atemberaubendem Zickzack-Kurs über den Rasen flitzen und aus den Schwärmen kleiner Mücken ihr Abendessen herausfangen. Mucksmäuschenstill verhält sich unser Mann und wird beinahe eins mit der Natur. Und wie er so still dasitzt, sieht er den Haus-und-Hof-Igel durch die Hecke spazieren, der grunzend und schnüffelnd das Gras durchforstet, und er sieht die letzten Bienchen und Hummeln dieses Tages, die eifrig von Blüte zu Blüte sausen, um Pollen zu sammeln.

Unser Mann lauscht den Amseln, die sich von den Dachfirsten ihre Abendlieder zuschmettern und er denkt sich jedes Mal: So ein Wunder! Ihr Uhlenköper

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