Hohe Kosten für den Ausbau

Wrestedter SPD/Grünen-Ratsgruppe stellt zwei Anträge auf Bau von Fuß- und Radwegen

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Auf diesem Teilstück der Kreisstraße 14 zwischen der Abzweigung nach Klein Bollensen (rechts) und dem Ortseingang von Wrestedt soll nach dem Willen von SPD und Grünen ein Fuß- und Radweg gebaut werden.

Wrestedt – Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger: Das hat sich die Wrestedter SPD/Grünen-Ratsgruppe auf die Fahnen geschrieben und dazu jetzt zwei Anträge in den Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde eingebracht.

Zum einen geht es um die Schaffung eines Fuß- und Radweges zwischen dem Klein Bollenser Kreuz und dem Ortseingang von Wrestedt, zum anderen um den Ausbau des Bürgerpfades zwischen Stadensen und Nettelkamp.

Bei ersterem Thema wäre die Gemeinde Wrestedt eigentlich finanziell nicht in der Pflicht, denn es handelt sich um eine Kreisstraße. Allerdings sieht die rot-grüne Mehrheitsgruppe dort Handlungsbedarf. Auf dem etwa 800 Meter langen Teilstück der K 14 zwischen der Abzweigung nach Klein Bollensen und dem Wrestedter Ortseingang nahe der Sporthalle seien häufig Spaziergänger unterwegs, erklärt der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert. „Es wäre mit einem Kostenaufwand von rund 240.000 Euro zu rechnen“, schätzt er. Mit Blick auf die aktuelle Haushaltslage meint er: „Das ist für die Gemeinde finanziell gar nicht darstellbar.“

Mit hohen Kosten wäre auch beim Ausbau des bestehenden Bürgerpfades an der K 14 zwischen Stadensen und Nettelkamp zu rechnen. Wie berichtet, wurde dieser knapp zwei Meter breite Weg von Bürgern ehrenamtlich – und mit finanzieller Unterstützung der ehemaligen Gemeinde Stadensen – in wassergebundener Decke hergestellt. Nach Ansicht von SPD und Grünen müsste diese Verbindung aufgrund der inzwischen aufgetretenen Schäden mit einer neuen, nicht wassergebundenen Deckschicht befestigt werden, zum Beispiel mit Beton oder Bitumen. Dabei soll der Bürgerpfad auf mindestens 2,50 Meter verbreitert werden.

Die reinen Baukosten beziffert Kahlert auf etwa 170.000 Euro. „Dort wäre aber noch Grunderwerb zu tätigen, um die notwendige Breite des Weges herzustellen“, gibt er zu bedenken. Einschließlich der Vermessungskosten würde das gesamte Vorhaben somit rund 200.000 Euro kosten, glaubt Kahlert. Auch das könne die Gemeinde derzeit finanziell nicht stemmen.

Daher hat die Verwaltung die Anträge von SPD und Grünen an den Landkreis weitergeleitet – verbunden mit der Bitte, diese beiden Verbindungen in dessen geplantes Radwegekonzept aufzunehmen. Das entsprechende Ranking soll voraussichtlich in diesem Jahr erstellt werden.

Letztlich sprach sich der Ausschuss dafür aus, zunächst den Beschluss der politischen Landkreis-Gremien zum Radwege-Konzept abzuwarten. „Im Rahmen der Beratungen über den Wrestedter Haushalt 2020 könnten diese beiden Anträge dann noch mal thematisiert werden“, sagt Kahlert.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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