Neues Angebot mit 20 Plätzen in Grundschule / Mittagsbetreuung bleibt bestehen

Wrestedter Hort startet im August

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In der Grundschule Wrestedt werden zum 15. August 20 Plätze für Hortkinder geschaffen. Betreiber ist der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Wrestedt – In der Grundschule Bad Bodenteich und in der Kindertagesstätte in Wieren gibt es ihn bereits. Nun wird auch in Wrestedt ein Hort eingerichtet. Das hat jetzt Aues Samtgemeindeausschuss beschlossen.

Gestartet wird am 15. August, direkt nach dem Ende der Sommerferien, in der Wrestedter Grundschule. Dort stehen 20 Plätze für Kinder im Grundschul- alter zur Verfügung.

Der Kreisverband Uelzen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands wird den Betrieb des Hortes übernehmen. Er sucht in Zeitungsannoncen nach Erziehern. Damit wird es in der Samtgemeinde einen dritten Hortbetreiber geben: In Bad Bodenteich ist es die evangelisch-lutherische Kirche, in Wieren das DRK.

Der Wrestedter Hort wird montags bis freitags von 12.30 bis 16.30 Uhr geöffnet sein, kündigt Samtgemeindebürgermeister Michael Müller an. „Es ist ein kostenpflichtiges Angebot, die Gebühren richten sich nach der Sozialstaffel“, erklärt er.

Nach seinen Worten sollen zwei Klassenräume in der Grundschule für die Hausaufgabenbetreuung der Hortkinder genutzt werden. Hinzu kämen die Küche und der Musikraum. „Das Mittagessen wird von einem Caterer angeliefert und in der Schulküche erhitzt“, sagt Müller. Für die Einrichtung des Hortes investiert die Samtgemeinde rund 15 000 Euro als freiwillige Leistung. Davon wird unter anderem die Inneneinrichtung angeschafft.

Es gibt jedoch mehr Anmeldungen, als Hortplätze zur Verfügung stehen. „Die Sozialkriterien entscheiden über die Platzvergabe“, erläutert Müller. In dieser Woche werde die Samtgemeinde die Anmeldevordrucke per E-Mail an die Eltern verschicken, die eine Zusage erhalten haben.

Außer dem Hort wird in der Wrestedter Grundschule die bestehende Mittagsbetreuung fortgesetzt. Sie umfasst von Montag bis Freitag jeweils zwei Stunden pro Tag. Auch dort stehen künftig 20 Plätze bereit. Nach dem Mittagessen ist eine Hausaufgabenhilfe geplant.

In der Kommunalpolitik stößt die Einrichtung des Hortes auf breite Zustimmung. „Das ist eine gute Lösung, denn der Bedarf ist da“, meint Jürgen Schulze (CDU), Mitglied des Samtgemeindeausschusses. Zugleich sei das Ganze recht günstig. „Es muss nur ein bisschen Mobiliar angeschafft werden.“

Auch Sylvia Meier (SPD) begrüßt das neue Betreuungsangebot. „Das ist sehr sinnvoll, weil es dem Wunsch der Eltern entspricht“, sagt sie. Mit dem Hort „nehmen wir erst mal den Druck von den Eltern weg“. Als nächsten Schritt erwartet Meier, dass in der Samtgemeinde er- neut über die Einführung einer verlässlichen Ganztags-grundschule diskutiert wird. Dieses Thema hatte die Kommunalpolitik vor zwei Jahren wegen fehlender Resonanz bei den Eltern erst einmal auf Eis gelegt (AZ berichtete).

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