Verwaltung stellt Pläne für zwei neue Baugebiete in der Gemeinde vor

Wrestedt will weiter wachsen

Im zweiten Abschnitt des Baugebietes „Vor den Lehmkuhlen II“ in Wrestedt gibt es kaum noch freie Grundstücke.
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Im zweiten Abschnitt des Baugebietes „Vor den Lehmkuhlen II“ in Wrestedt gibt es kaum noch freie Grundstücke.

Wrestedt/Lehmke – Die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde Wrestedt ist ungebrochen. Jetzt hat die Verwaltung erstmals Pläne für die Schaffung zweier neuer Baugebiete in den Orten Wrestedt und Lehmke vorgestellt.

Der nichtöffentliche Verwaltungsausschuss nahm beide Vorhaben zustimmend zur Kenntnis.

Eines der Baugebiete soll „Langdoren Ost“ heißen und auf einer zehn Hektar großen Fläche zwischen dem Wrestedter Feuerwehrhaus und der großen Sporthalle entstehen. Dort könnten 80 bis 90 Grundstücke ausgewiesen werden, schätzt Vize-Verwaltungschef Alexander Kahlert. „Damit machen wir eine Vorsorgeplanung für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre“, erläutert er im AZ-Gespräch.

Deshalb soll auf dieser Fläche zwischen dem Wrestedter Feuerwehrhaus und der großen Sporthalle das Baugebiet „Langdoren Ost“ entstehen.

Denn im Wrestedter Baugebiet „Vor den Lehmkuhlen II“ sind kaum noch Grundstücke frei. Der erste Abschnitt ist mit 25 Häusern bereits komplett bebaut. Im zweiten Abschnitt stehen auch schon knapp 30 Häuser. Dort gibt es nur vier unbebaute Flächen, die aber schon vorgemerkt sind. Und das Gebiet „Vor den Lehmkuhlen I“, das seit Mitte der 1990er-Jahre vermarktet wurde, ist mit 54 Häusern ebenfalls vollständig belegt.

Doch bevor „Langdoren Ost“ erschlossen werden kann, seien noch viele Vorarbeiten zu leisten, betont Kahlert. So müsste die Gemeinde die Fläche, auf der das neue Baugebiet geschaffen werden soll, vom Eigentümer erwerben. Zudem müssten Gutachten zu den Lärm-Emissionen erstellt werden, die von dem benachbarten Sportplatz, der Eisenbahnlinie und dem Straßenverkehr ausgehen. Naturschutzrechtliche Fragen seien ebenso zu klären wie die künftige Beseitigung des Regenwassers. Daher glaubt Kahlert, dass sich das Ganze noch einige Zeit hinziehen wird. „Frühestens ab Sommer 2022 ist dort eine Bebauung realistisch“, sagt er.

Schneller dürfte es mit dem neuen Baugebiet in Lehmke gehen. Es soll den Namen „Uelzer Feld II“ bekommen und nördlich an das bestehende „Uelzer Feld I“ angrenzen. Dort sind bereits 15 Grundstücke bebaut und nur ein einziges noch frei, das aber vorgemerkt ist. Im zweiten Abschnitt könnten laut Kahlert weitere 30 bis 35 Bauplätze entstehen.

Die Nachfrage in Lehmke sei wegen der guten Verkehrsanbindung an Uelzen groß. Die Innenstadt sei in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen. Außerdem habe der neue Radweg nach Groß Liedern die Attraktivität Lehmkes gesteigert.

Über die Planung will die Gemeinde nach den Sommerferien auf einer Anliegerversammlung informieren. „Ich hoffe, dass wir bis Jahresende 2020 oder Frühjahr 2021 so weit gesicherte Erkenntnisse haben, dass der Gemeinderat den Bebauungsplan beschließen kann“, sagt Kahlert. Im günstigsten Fall könnten die ersten Häuser ab Frühjahr 2022 gebaut werden.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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