Minus von 119 000 Euro im Gemeindehaushalt 2018 erwartet / Zwei Brücken werden erneuert

Wrestedt greift in seine Rücklage

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Die Brücke am Barnbrucher Weg in Stadensen wird derzeit erneuert, ebenso die Brücke am Kahnhorster Weg. Es sind die beiden größten Investitionen der Gemeinde Wrestedt. 

Wrestedt/Stederdorf. Im Haushalt 2018 der Gemeinde Wrestedt wird nach vorläufigem Stand ein Loch von rund 119 000 Euro klaffen. 2017 gab es ein Minus von etwa 6000 Euro.

Michael Müller

Das teilte Samtgemeindebürgermeister Michael Müller jetzt vor mehr als 100 Zuhörern beim Rechnungstag in Stederdorf mit. Der Grund seien Einbrüche bei den Gewerbesteuer-Einnahmen. „Da wird einem angst und bange“, gab Müller zu. Allerdings könne der erwartete Fehlbetrag durch einen Griff in die Rücklage der Gemeinde ausgeglichen werden, die noch rund 690 000 Euro betrage.

Trotz der angespannten Finanz-lage laufen derzeit zwei große Investitionen. Im Raum Stadensen werden die beiden Brücken am Barnbrucher Weg und am Kahnhorster Weg für jeweils rund 190 000 Euro erneuert. „Ich hoffe auf eine Fertigstellung bis Ende Januar“, sagte Müller. Und das waren weitere wichtige Themen beim Rechnungstag:

Glasfaserprojekt:
Erfreut zeigte sich Gemeindebürgermeister Peter Ramünke (SPD), dass während der Vorvermarktungsphase im Sommer 2017 fast 80 Prozent der Haushalte in den unterversorgten Gebieten der Gemeinde Wrestedt einen Glasfaser-Anschluss beantragt haben. Die ersten Bauarbeiten haben dazu bereits begonnen. Ramünke dankte allen Multiplikatoren des Projekts und besonders Koordinator Alexander Kahlert.

Unterhaltung von Straßen und Wegen:
Mehrere unbefestigte Wege im Gemeindegebiet sind durch den starken Regen der vergangenen Monate von Pfützen übersät und verschlammt. Daher sollen sie ausgebessert werden. 2017 habe die Gemeinde 120 000 Euro für die Unterhaltung ihrer Straßen und Wege ausgegeben. „Wir wollen 2018 eventuell weitere 100 000 Euro investieren, denn wir haben Nachholbedarf“, sagte Ramünke. Ein Beispiel für eine gelungene Sanierung sei der Bockholter Weg in Ostedt, der preisgünstig mit gebrochenen Ackerlesesteinen der Landwirte wiederhergestellt wurde.

Baumpflanzungen:
Die Gemeinde soll grüner werden. Deshalb wurden im vorigen Jahr an der Lindenstraße in Wrestedt mehrere Amberbäume und bei Gavendorf alte Obstbaumsorten gepflanzt. In Emern stehen nun Hainbuchen als Ersatz für die gefällten Kopfweiden.

Peter Ramünke

Laub-Entsorgung:
Ein großes Problem sei die Entsorgung von Laub, vor allem von großen Eichen, erklärte Ramünke. Es gebe keine zentrale Sammel- und Abfuhrstelle für die Bürger. Die Folge seien einige wilde Laub-Ablagerungen in der Natur. „Wir dürfen die Leute nicht im Regen stehen lassen, sondern müssen im Verbund mit dem Landkreis eine Lösung finden, die allen hilft“, betonte Ramünke.

Einwohnerzahl:
Stabil ist die Einwohnerzahl der Gemeinde. 2017 lebten dort 6523 Menschen – nur einer weniger als im Jahr zuvor.

Von Bernd Schossadowski

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